Luke Sital-Singh - The Fire Inside - Cover
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Luke Sital-Singh The Fire Inside


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einem Bündel EPs und massenhaft Vorschusslorbeeren, jetzt das Longplay-Debüt des Briten.

Nach einer ausgedehnten EP-Serie im Lauf der vergangenen zwei Jahre, ist er nun endlich da: Der Debüt-Longplayer des 26-jährigen Briten Luke Sital-Singh, der von der heimischen Presse bereits stürmisch als neues Singer/Songwriter-Wunderkind gefeiert wird, für das kein Vergleich zu groß scheint. Doch diesmal ist es nicht nur die britische Hype-Propaganda, die beim Publikum sukzessive eine Erwartungshaltung aufgebaut hat, der sich kaum standhalten lässt. Es waren auch die durch die Bank guten EPs und die damit verbundenen Live-Auftritte, die den Namen Luke Sital-Singh in kürzester Zeit zu einem Begriff in der Songwriter-Pop-Szene gemacht haben.

Jetzt gilt es mit dem Album „The Fire Inside“ all die Vorschusslorbeeren und die selbst auf die Spitze getriebenen Erwartungen zu bestätigen. Dazu wurde, entweder um auf Nummer sicher zu gehen oder als Wiedererkennungsmittel, ein Drittel der Track-Liste mit bereits bekannten Stücken der vorangegangenen EPs bestückt. Bleiben acht neue Songs, mit denen der Londoner seine Qualitäten bestätigen kann. Diese liegen vor allem in ruhigen, balladesken Songs, in denen Melodien auch ohne großes Brimborium ihre Anziehungskraft entfalten können, während Luke Sital-Singh mit Falsettstimme den leidenden Songwriter gibt.

So lässt sich festhalten: „The Fire Inside“ hat ein paar tolle Momente, aber auch einige Durchlauferhitzer an Bord, in denen Sital-Singh mit sich selbst beschäftigt ist und dabei den Hörer und die Spannung aus den Augen verliert. Er verzettelt sich in mäandernden Songstrukturen („Benediction“) oder kommt dem immer simpler gewordenem Radio-Pop eines James Blunt gefährlich nah („Nothing stays the same“). Dazwischen blitzen aber immer wieder kleine Perlen auf. Zum Beispiel das folkige Popstück „Greatest lovers“, die ans Herz gehenden Balladen „Lilywhite“ und „Nearly morning“ oder das herrlich atmosphärische „21st century heartbeat“, die „The Fire Inside“ im Endeffekt zu einem guten Album machen, das künstlerisch aber noch Luft nach oben hat.

Anspieltipps:

  • Lilywhite
  • Nearly morning
  • 21st century heartbeat
  • Nothing stays the same

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