Maroon 5 - V - Cover
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Maroon 5 V


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Sammelsurium aus zumeist sehr schwachen Songs und schwülstigem Kitsch.

Nach dem überraschenden Welthit „Moves like Jagger” (10/2011) im Duett mit Pop-Sirene Christina Aguilera (33), der mit aktuell 14,4 Millionen abgesetzten (digitalen) Einheiten zu den meistverkauften Singles der vergangenen fünf Jahre zählt, war bereits das „Overexposed“-Album (06/2012) eine einzige Hatz von Maroon 5 auf einen ähnlich klingenden Monster-Hit. Mit „Payphone“ (9,5 Millionen Einheiten) und „One More Night“ (6,9 Millionen Einheiten) ging der Plan auf. Nun erscheint „V“ und nimmt die Jagd auf den nächsten Hit zum erneuten Mal auf.

Mit den bisher ausgekoppelten Tracks „Maps“ und „Animals“ verläuft das Unterfangen diesmal allerdings etwas schleppend, obwohl Maroon 5 wiederum auf eine extravagante Produzentenriege zurückgegriffen haben (u.a. Shellback, Rodney Jerkins, Max Martin, Ryan Tedder, Benny Blanco, Stargate, Rocwell). Die Frage ist eben, wie viel zuckersüße Popmusik nach dem immer gleichen Schema das Publikum dauerhaft verträgt. Schließlich scheint sich diese Band nur über Hits zu definieren, setzt man einmal die Anzahl der verkauften Alben in Relation zu den Singles.

So sind echte Neuerungen tatsächlich mit der Lupe zu suchen: Maroon 5 sind nun bei Interscope Records unter Vertrag, die große Teile des Künstlerstamms von A&M Records übernommen haben. Keyboarder und Gründungsmitglied Jesse Carmichael (35) ist nach einem Aussetzer auf dem „Overexposed“-Album wieder mit an Bord und Sänger Adam Levine ist unter die Schauspieler gegangen und hat Supermodel Behati Prinsloo geheiratet. Aha. Und was ist mit der Musik?

Hier konzentrierten sich Maroon 5 und ihre Co-Songwriter wie Noel Zancanella und Sia Furler auf im höchsten Maß moderne und eingängige Popsongs, die in keiner Weise vermuten lassen, dass diese Band eine Rock-Vergangenheit hat. Dafür scheuen sich die Amerikaner nicht davor, balladeske Mädchenlieder wie „Unkiss me“ oder „Leaving California“ und tanzbaren Stuff wie „In your pocket“ und „New love“ in rauen Mengen auf den Hörer loszulassen. Dabei fällt natürlich wieder der markante Falsettgesang des Herrn Levine auf („Sugar“, „Feelings“), der seit Jahren die Lager spaltet. Doch diesmal gibt es nicht viel zu spalten.

Maroon 5 liefern ein Bündel im Windkanal geformter Songs ab, von denen kein einziger die Strahlkraft vorausgegangener Singles besitzt, auch wenn hier und da aufblitzt, dass die Herren wissen, wie gute Songs geschrieben werden. Doch davon gibt es auf „V“ eindeutig zu wenige. So ist auch das als Höhepunkt gedachte Duett mit Gwen Stefani („My heart is open“) nicht mehr als schwülstiger Kitsch, der sich in einem Sammelsurium aus zumeist sehr schwachen Songs allerdings sehr wohlfühlen sollte.

Anspieltipps:

  • New love
  • Sex and candy
  • It was always you
  • Leaving California
  • Coming back for you
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