Junes - Last Night Castellano - Cover
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Junes Last Night Castellano


  • Label: Solaris Empire/Broken Silence
  • Laufzeit: 33 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer vier des schweizer Indie-Pop-Duos, das elektronische Musik handgemacht klingen lässt.

Das Schweizer Duo Junes (Sänger und Keyboarder Daniel Hauser und Gitarrist Marc Frischknecht) legt mit „Last Night Castellano“ seinen mittlerweile dritten Longplayer seit dem 2006er Debüt „You Know“ vor. Instrumental verstärkt um ihren langjährigen Produzenten Lukas Speissegger am Bass sowie Philipp Schmid an den Drums, haben Junes diesmal zehn verträumte Indie-Popsongs eingespielt, die trotz der latenten elektronischen Einflüsse handgemacht und durchaus üppig arrangiert klingen.

Die Songs auf „Last Night Castellano“ wirken wie der Ausklang einer durchgemachten Nacht, wenn die Töne leiser und schwebender werden und sich eine relaxte Stimmung zwischen verdrängter Müdigkeit und Chill-out einstellt. Dieser, nennen wir es Zustand, wird mit perlenden Pianoläufen („Repeat repeat“), hallenden Vocals („Black harmony“) und pluckernden Beats („No one else“) in Songform gegossen und konsequent bis zum Ende zelebriert, das bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde gekommen ist.

Ein nachhaltiger Eindruck hat sich beim Hörer bis dahin allerdings nicht eingestellt. Junes beherrschen zwar das Spiel mit sphärischen Klängen in Verbindung mit Indie-Pop und dezenter Elektronik, doch es wirkt mitunter zu verspielt, sodass ganze Songs, geschweige denn das gesamte Album nur schwer hängenbleiben. Dies ändert sich auch nach mehreren Durchläufen nicht. Damit geht „Last Night Castellano“ ein wenig die Entschlossenheit ab, die auf „Don´t Leave Me In Autumn“ (02/2012) noch ausgeprägter zu hören war. Kann passieren. Schwamm drüber!

Anspieltipps:

  • Dreamer
  • Repeat repeat
  • Count on you
  • Program for today
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