Bishop Allen - Lights Out - Cover
Große Ansicht

Bishop Allen Lights Out


  • Label: Dead Oceans/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
3.5/10 Unsere Wertung Legende
9.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Harmlose Melancholie-Klischees vor poppiger Kulisse.

Nach fünf Jahren das vierte Album. Bishop Allen haben sich für den Nachfolger von „Grrr...“ (2009) ordentlich Zeit gelassen, auch wenn sie zwischendurch an den Soundtracks für zwei Filme mitgearbeitet haben. Trotzdem hat sich das Warten auf die 12 neuen Songs nicht wirklich gelohnt.

Denn am eigenen Erfolgsrezept wurde im Prinzip nichts geändert. Melancholische Texte, die ihre Gefühlswelten aus den sie begleitenden Melodien speisen. Dabei ergänzen selbst die eigentlich fröhlichen Melodien die Texte wieder um das Bewusstsein, dass jeder Spaß sein trauriges Ende hat. So „Sommer unseres Lebens“-mäßig, vermischt mit dieser Angst, die einen mit Ende 20 vor den 30ern ergreift. Diese Schwermut, die man verspürt, wenn der Sommer mit den alten, sonst über die Welt zerstreuten Freunden zu Ende geht.

Blöd nur, dass sowohl die Texte und die Melodien so klischeebeladen und einfältig sind, dass sich der Zuhörer albern vorkommt. Damit geht eine so allumfassende Eingängigkeit einher, dass man beim Mitsingen die Augen vor sich selbst verdreht. Ist ja schön, wenn es das eigene Hauptkonzept ist, Melancholie im Süßen wie im Schweren zu vertonen.

Doch am Ende lässt das Werk den Hörer mit austauschbaren Melodien im Ohr unberührt zurück und er kommt zu dem Schluss: Der Sommer geht, der Sommer kommt. Schwermut kommt, Schwermut geht. Sie beide hinterlassen sicher tiefere Furchen als dieses Album.

Anspieltipps:

  • Bread Crumbs
  • No Conditions

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
7.5/10

Mit Den Zehen Am Abgrund
  • 2019    
Diskutiere über „Bishop Allen“
comments powered by Disqus