SBTRKT - Wonder Where We Land - Cover
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SBTRKT Wonder Where We Land


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bisschen weniger Dubstep, mehr Pop und ein bisschen Instrumental im Leerlauf.

Als SBTRKT (sprich: Subtract) stand Aaron Jerome Mitte 2011 an der Front des Stil-Gemischs, das aufgrund seiner Wurzeln als Post-Dubstep bezeichnet werden sollte. Mit On-Off-Kollaborateur Sampha schuf er ein Album, das sich zwar stark dem Soul und R&B verschrieb, anders als James Blakes Schöpfungen auf Albumlänge aber wesentlich mehr Wert auf Tanzbarkeit und hohe BPM-Zahlen legte. „Wonder Where We Land“ tritt nun, drei Jahre später, die Nachfolge dieses Debüts an.

Mit Sampha, Koreless und Jessie Ware sind wieder altbekannte Features mit dabei, wenn SBTRKT zu Soul-Tracks wie dem Titeltrack ansetzt. Schade nur, dass das elektronische Knistern darauf wie schmückendes, aber sonst sinnloses Beiwerk wirkt. Das macht „Temporary View“ (ebenfalls mit Sampha) wesentlich besser, in dem helles Geklacker das Tempo des Stücks untermalt. Ansonsten wechselt Jerome in der ersten Hälfte des Albums zwischen eingängigen Vocal- und verhältnismäßig experimentellen Instrumental-Nummern.

Trotz dieser Regelmäßigkeit wirkt es so, als hätte sich Aaron Jerome des Albums ohne Konzept angenommen. Im Einzelnen tut das den Tracks kaum weh, doch hätte er sich so Filler wie die kurzen „Day“-Tracks oder „Lantern“, die weder einen narrativen noch irgendeinen anderen Zweck zu erfüllen scheinen, einfach sparen können. Gegenüber den auch sonst eher einfallslosen gesanglosen Stücken („Osea“ mal ausgenommen) stehen aber immerhin einige sehr solide, poppige Einlagen, die wie im Falle von „Gon Stay“ aber schon mal die Dubstep-Ästhetik unterschlagen.

SBTRKT scheint sich davon aber sowieso immer mehr zu distanzieren. „New Dorp. New York“ beispielsweise ist ein wunderbares Experiment aus Sprechgesang, Afro-Beat und Funk-Groove. An Dubstep erinnern eher schwächelnde Tracks wie „Look Away“ (eintöniger Gesang mit Hang zum Überschlag) oder „Higher“ (ebenso eintönig). Immerhin „The Light“ erfreut mit einer Chiptune-Bassline und zerhackten Piano-Anschlägen auf einem 2-Step-Beat. Verlernt hat Herr Aaron Jerome es also nicht.

Anspieltipps:

  • Temporary View
  • New Dorp. New York
  • The Light
  • Voices In My Head

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