Merchandise - After The End - Cover
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Merchandise After The End


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„After The End“ lässt eine Menge Potenzial liegen.

Dass Merchandise ihre Wurzeln im Punk-Genre haben, mag dem Fan gepflegter Krawallmusik beim Durchhören von „After The End“ doch arg seltsam vorkommen. Alleine die Entscheidung, Gareth Jones ans Mischpult zu setzen, wirkt bei dieser Vergangenheit geradezu kurios, verantwortete dieser doch schon so manche Perle von Depeche Mode oder Interpol; und mit Punk haben diese Formationen doch allgemein recht wenig am Hut. Dennoch weiß der Pressetext: „...die Genregrenzen des Punks haben sie schnell gesprengt. Aber seiner Ethik sind sie treu geblieben.“ Schau an.

Genregrenzen lassen sich auf „After The End“ in der Tat nur äußerst schwer ausmachen, alles in allem bewegt sich das ganze irgendwo zwischen doch eher unauffälligem Radio-Rock und noch unauffälligerem Softpop. Das zumindest im Ansatz ein ganz klein wenig rotzige (Punk!) „Little Killer“ gefällt sofort und lässt zumindest erahnen, wie der Fünfer aus Tampa musikalisch ticken mag.

Ansonsten plätschert die Platte monoton vor sich hin. Highlights gibt es kaum, dafür geraten die Arrangements zu langweilig, die Texte zu bieder. Schade eigentlich, denn thematisch lässt der Titel des Albums so manches erwarten. Einen Neubeginn, einen Aufbruch in einen neuen Abschnitt der Bandgeschichte. Nichts davon spiegelt sich in der Musik wider.

„After The End“ lässt eine Menge Potenzial liegen. Gerade weil die Band - und da lügt der Promotext durchaus nicht - Erfahrungen aus diversen Stilrichtungen in sich vereint und bei den Aufnahmen erstmals zu fünft statt wie bei vorherigen Releases nur zu dritt am neuen Material werkelte. Wirklich kreativ wirken sie dabei jedoch nur selten und was am Ende herauskommt bleibt doch ein weitestgehend langweiliger Einheitsbrei.

Anspieltipps:

  • Little Killer

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