Tom Gaebel - So Good To Be Me - Cover
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Tom Gaebel So Good To Be Me


  • Label: Tomofon Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Gelsenkirchener lässt Deutschland sein eigenes Stück Las Vegas haben und erinnert damit gleich daran, dass es nicht immer nur Schlagerprogramm sein muss.

Einen wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren. Wir freuen uns, Sie hier erneut begrüßen zu dürfen. Ihr Gastgeber Tom Gaebel wird Sie auch heute wieder königlich unterhalten, wenn er sein kunterbuntes Programm präsentiert. Ja, es kommt Hörern vielleicht wie eine längst etablierte Musik-Schau vor, die da loslegt, wenn „The Cat“ das neue Gaebel-Album eröffnet. Besonders im Verbund mit der Verabschiedung „The Cat Returns“, einer einminütigen Reprise des Openers, erinnert diese Scheibe an einen Programmauftritt.

Dieses Programm hat letztlich jedoch weniger mit Herrn Gaebel als mit den amerikanischen Vorbildern des Imitationskünstlers zu tun. Zwar versucht der Gelsenkirchener auch mit eigenen Arrangements zu glänzen, doch der Hörer kommt für die Persönlichkeiten, die der Sänger repräsentieren kann. Da wären u.a. natürlich Frank Sinatra in „Cause I Love You“, ein unverkennbarer Tom Jones in „Mad Man“ und auch der souveräne Entertainer mit Soul-Affinität darf sich regelmäßig präsentieren. Zusammen mit südländischem Flair („Like A Samba“) und der stets groß angelegten Big Band weiß Gaebel, wie er sein gut dreiviertelstündiges Feuerwerk abzubrennen hat.

Spätestens wenn auch noch James Last zitiert wird, dann erfreuen sich Fans des Swing und halten Gaebel nicht bloß für einen Möchtegern. Doch diese Einschätzung sollte sowieso niemand teilen, der schon ein wenig Material kennt. Für das angenehme Abendprogramm hat Gaebel einfach den Dreh raus. Er weiß genau, wie er sein Publikum zu unterhalten hat und könnte höchstens noch davon profitieren, sich bei noch ein paar größeren Titeln zu bedienen. Auch ohne die ganz großen tut sich das Album jedoch außer im ersten Drittel nie schwer und weiß stets zu gefallen. Bis dann die Reprise des Openers endlich erklingt und der Entertainer sich mit Recht verbeugen darf. Tom Gaebel hält sein durchaus ansprechendes Niveau.

Anspieltipps:

  • Mad Man
  • How I Love You
  • Wonderful World

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