Wings - At The Speed Of Sound (Deluxe Edition) - Cover
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Wings At The Speed Of Sound (Deluxe Edition)


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 69 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die „Paul McCartney Archive Collection“ mit einem weiteren, eher durchschnittlichen Album der Wings.

Schon vor der Verkündung des offiziellen Endes der Beatles im Jahr 1970, verstreuten sich die vier Bandmitglieder John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr und George Harrison in alle Himmelsrichtungen und wandten sich neuen Projekten zu. Während John Lennon und George Harrison bereits zu Beatles-Zeiten Soloalben produziert hatten, zogen nun die Kollegen nach. Ringo Starr schritt mit „Sentimental Journey“ (03/1970) voran, dicht gefolgt von Paul McCartneys „McCartney“ (04/1970). Zu diesem Zeitpunkt war das finale Beatles-Album „Let It Be“ noch gar nicht erschienen. Es folgte am 8. Mai 1975. Doch Paul McCartney ließ die Bombe schon vorher platzen und verkündete im Zuge der Veröffentlichung seines Solodebüts das Ende der Band.

Parallel zu seiner Solokarriere hatte Paul McCartney zusammen mit seiner Frau Linda die Band Wings gegründet. Ihr Band-Debüt „Wild Life“ (12/1971) stellte sich noch als etwas rumpliger Start heraus, doch schon mit „Red Rose Speedway“ (05/1973) fand Paul McCartney in die Erfolgsspur zurück und lieferte das erste von insgesamt fünf Nummer-eins-Alben der Wings in den USA ab. Seit dem Jahr 2010 werden Wings- und Paul-McCartney-Alben im Zuge der mit viel Hingabe produzierten „Paul McCartney Archive Collection“ in digitaler Auffrischung und mit jeder Menge Bonusmaterial wiederveröffentlicht. Den Anfang der Wings-Re-Releases machten das 1973er Album „Band On The Run“ (10/2010), gefolgt von „Wings Over America“ (05/2013).

Mit „Venus And Mars“ (05/1975) und „At The Speed Of Sound“ (03/1976) sind nun die nächsten Wings-Werke an der Reihe, womit inzwischen sechs Originalalben aufbereitet wurden. Mit „Tug Of War“ und „Pipes Of Peace“ stehen darüber hinaus auch schon die nächsten Releases in den Startlöchern. Wie immer hat sich Paul McCartney persönlich um das Gelingen der Neuauflagen gekümmert und den Sound-Mix überwacht. Zudem wurden die Originalwerke um eine zweite CD mit Bonus-Tracks erweitert.

Lediglich zehn Monate nach „Venus And Mars“ erschien mit „At The Speed Of Sound“ der nächste Longplayer der Wings. Er erreichte in den USA wiederum den ersten Platz der Charts (Großbritannien: zwei) und warf mit „Silly love songs“ die meistverkaufte US-Single des Jahres 1976 ab. Das Bonusmaterial fällt diesmal vergleichsweise mager aus. Lediglich sieben Tracks, darunter vier Demos mit einer Gesamtspielzeit von knapp 22 Minuten, erweitern die Originalausgabe von „At The Speed Of Sound“. Dennoch erlauben besonders die Demo-Versionen einen guten Einblick in die Entstehung des Albums, das zurückhaltender als sein Vorgänger war und die Band noch stärker in das Songwriting einbezog.

So fällt bereits der Einstieg mit „Let ‘em in“ und „The note you never wrote“ auffallend bedächtig aus. Doch auch in der Folgezeit wirken die Stücke, egal ob poppig („She’s my baby“), leicht folkig („Beware my love“) oder auch rockig („Cook of the house“) häufig introvertierter als noch auf dem Vorgänger. Die Arrangements fallen der Situation angepasst weniger üppig aus und die auf die Band aufgeteilten Lead Vocals tragen dazu bei, dass „At The Speed Of Sound“ nicht so begeistert aufgenommen wurde, wie die vorherigen Werke der Band.

Anspieltipps:

  • Let ‘em in
  • San Ferry Anne
  • Silly love songs
  • Beware my love
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