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Daniel Hope Escape To Paradise: The Hollywood Album


  • Label: Deutsche Grammophon
  • Laufzeit: 77 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Ausflug tief in die Seele des Hollywoods der 30er, 40er und 50er Jahre.

Ob Nigel Kennedy oder David Garrett (um nur zwei zu nennen): Von Violinisten geht immer dann eine ganz besondere Faszination für das Pop-Publikum aus, wenn sie in ihrem Fach über den stilistischen Tellerrand hinausschauen und die klassische Musik um Komponenten aus der Unterhaltungsmusik erweitern. Der Südafrikaner Daniel Hope (41) ist ebenfalls einer dieser Star-Geiger, die sich nicht limitieren lassen wollen und zusätzliche Facetten in ihr Spiel einbringen. Mit seinem neuesten Album, das sich dem Sound der Film-Metropole Hollywood widmet, wird das deutlicher denn je.

Grundsätzlich neu ist die Idee zwar nicht, mehr oder weniger bekannte Themen großer Hollywood-Filme auf die ureigene Art eines Musikers neu einzuspielen, aber wenigstens hetzt Daniel Hope nicht durch ein Sammelsurium der üblichen Blockbuster-Melodien, sondern verfolgt ein echtes Konzept, das tief in die Seele des Hollywoods der 30er, 40er und 50er Jahre eintaucht und nur wenige Ausnahmen zulässt, wie die Themen aus „Nuovo Cinema Paradiso“ (1988), „Schindler’s List“ (1993) und „American Beauty“ (1999). Eine ausführliche Erklärung zu den Hintergründen der ausgewählten Stücke findet sich übrigens in dem sehr informativ aufgemachten Booklet des Albums!

So ist „Escape To Paradise: The Hollywood Album“ eine Mischung aus dem Spiel von Daniel Hopes Solo-Violine und den Breitwandklängen klassischer Soundtracks, die bis auf zwei Ausnahmen rein instrumental vorgetragen wird: Die Label-Kollegen Sting in „Love theme“ aus dem Film „El Cid“ und der Deutsche Max Raabe in „Speak low“ steuern die einzigen Gesangsparts zu dem Album bei. Ein bisschen Crossover-Potenzial für eine bessere Vermarktung muss eben sein. Wie gut, wenn man bei einem Sublabel des Universal-Konzerns unter Vertrag steht.

„Escape To Paradise: The Hollywood Album“ ist ein Special-Interest-Werk, das sowohl Klassik-, als auch Soundtrack-Freunde ansprechen soll. Doch am Ende behält die Klassik die Oberhand. Schließlich drückt Daniel Hope den Stücken mit seinem Violinen-Spiel seinen ganz persönlichen Stempel auf. Dieser ist weniger speziell als vermutet, aber immer noch so stark ausgeprägt, dass Freunde von Violinenklängen am ehesten auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps:

  • Theme (from Schindler’s List)
  • As time goes by (from Casablanca)
  • Speak low (from One Touch Of Venus)
  • American beauty (from American Beauty)
  • Love theme (from Nuovo Cinema Paradiso)
  • Prelude and serenade (from The Snowman)
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