Luke Nicholson - Mad Love - Cover
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Luke Nicholson Mad Love


  • Label: Make My Day Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einem Lächeln gegen die Unwägbarkeiten des Alltags.

Gute-Laune-Musik hat ein schlechtes Image. So viele selbsternannte Sommerhits haben in den letzten Jahren in medialer Dauerschleife unser aller Gemüt belastet, zu primitiv und sinnentleert kommen die meisten davon daher. Und überhaupt: Warum lassen Musiker, die ihrer guten Laune und ihrer lebensbejahenden Einstellung Ausdruck verleihen wollen, jegliche musikalische und inhaltliche Scham fallen und werfen mit Unfug nur so um sich. Waka Waka, Wiggle Wiggle.

Wie angenehm ist es da, wenn ein hierzulande unbekannter Kanadier daherkommt und mit seiner angenehmen Art des Gute-Laune-Pop einen anderen Weg findet, dem Hörer ein Lächeln zu entlocken. Getragen vom Klavier liefert Luke Nicholson neun nette Songs, die uns die letzten Spätsommertage so angenehm wie möglich gestalten werden.

Kreative Bäume werden dabei keine ausgerissen, dennoch erschließt sich auch dem europäischen Hörer, warum Nicholson in Kanada zu den erfolgreicheren seiner Zunft gehört. „We All Need“ überzeugt als beschwingter Opener, der ohne große Rhetorikkunst von der Liebe erzählt. „All around the world, all the boys and girls tryin' to find the one to love.” Nicht besonders originell, Spaß macht der Song dennoch.

Fast alle Songs auf „Mad Love“ werden von Klavier oder Gitarre getragen und kommen als klassische Midtempo-Popsongs daher. Radiotauglich und glatt. Nur „The Getaway“, das als reine Klavierballade überzeugt, und das leicht rockige „Someone There“ fallen ein wenig aus dem Raster. Für eine wirklich hohe Bewertung ist „Mad Love“ dann doch etwas zu eintönig, dennoch gefällt Nicholson mit ordentlichen Gute-Laune-Songs, die die Playlist des einen oder anderen Mainstream-Radios bereichern würden.

Anspieltipps:

  • We All Need
  • The Getaway

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