Children - Leaving Home - Cover
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Children Leaving Home


  • Label: Fleet Union/INDIGO
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Berliner machen auf The XX.

Romy Madley Croft. Ein Name, der vielleicht nur äußerst sorgfältig informierten Musikfans auf Anhieb etwas sagt. Dennoch wird, das sei hier einfach mal prognostiziert, jeder Zweite, der den Opener von „Leaving Home“ hört, unweigerlich an eben jene wundervolle Stimme Crofts denken müssen, die die Indie-Musikszene der letzten Jahre entscheidend mitprägte. Croft ist Sängerin bei The XX.

Children kommen auf ihrem Debüt als fast perfekte Kopie der Briten um die Ecke. „Leaving Home“ ist eine acht Tracks umfassende, auf eine knackige halbe Stunde komprimierte Hommage an das Trio um Croft. Ganz nach dem Motto „Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht“ überzeugen die Wahlberliner auf ihrer ersten LP mit ruhigem und entspanntem Sound, der erst nach mehrmaligem Hören seine volle Faszination entfaltet.

Wie die, das unterstellen wir jetzt einfach mal, britischen Vorbilder verzichten Children auf den Einsatz besonderer Spannungsbögen, auf Höhen oder Tiefen. Stattdessen wabern die Songs im besten Sinne vor sich hin, mal mehr, mal weniger elektronisch. Die Qualität von Songs wie „Islands“ oder „Angels“ erreichen die Berliner dabei jedoch nicht, gute Songs wie der Opener oder „Rivers“ springen dabei dennoch heraus.

Mut. Wenn Children ein wenig mehr davon bei den Arbeiten an etwaigen künftigen Songs aufbringen und mehr eigene Ideen in ihre Arbeit einfließen lassen, hat die Formation durchaus das Potenzial, in Zukunft stilbildend im deutschen Elektronik-Segment zu werden. Eine gewisse Orientierung an großen Vorbildern ist dabei gerne erlaubt, Children fehlt es jedoch nicht zuletzt wegen dieser im Moment noch an einer eigenen Identität.

Anspieltipps:

  • Cut
  • Rivers

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