The Rentals - Lost In Alpahaville - Cover
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The Rentals Lost In Alpahaville


  • Label: Polyvinyl/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Was sind schon 15 Jahre? Das dritte reguläre Studioalbum der Rentals nach „Seven More Minutes“ aus dem Jahr 1999.

Matt Sharp (44), zwischen 1992 und 1998 Bassist und Gründungsmitglied von Weezer, gründete im Jahr 1994 die Band The Rentals, mit der er auf dem ehemaligen Madonna-Label Maverick Records zwei Alben auf den Markt brachte. 1995 „Return Of The Rentals“ und 1999 „Seven More Minutes“. Danach war mit den Rentals Schicht im Schacht und Sharp konzentrierte sich auf seine Solokarriere sowie Produktionstätigkeiten für andere Künstler.

Erst 2007 meldeten sich The Rentals mit der „The Last Little Life“-EP zurück, gefolgt von dem hochambitionierten Multi-Media-Projekt namens „Songs About Time“ (2009), das aus Musik, Film und Fotografie besteht und inzwischen ausverkauft ist, so dass interessierte Sammler, die damals zu spät kamen, auf den verschiedenen Zweitmärkten tief in die Tasche greifen müssen, wenn sie das liebevoll aufgemachte Box-Set erstehen möchten.

Einfacher hat der Fan es dagegen mit dem neuen, offiziell dritten Studioalbum der Rentals, das 15 Jahre nach dem Zweitwerk erscheint. „Lost In Alphaville“ entstand komplett in Eigenregie in Los Angeles, Nashville und New York. Matt Sharp fungierte als Multiinstrumentalist und alleiniger Produzent, der lediglich auf die Hilfe einiger Toningenieure zurückgriff. Auf dem Papier setzen sich The Rentals anno 2014 aus Patrick Carney (Drums), Ryen Slegr (Gitarre), Lauren Chipman (Piano, Violine) sowie den Sängerinnen Jess Wolfe und Holly Laessig zusammen.

Dass Matt Sharp zwei Sängerinnen im Line-up seiner Band aufführt, mag ungewöhnlich sein, ergibt beim Hören der zehn neuen Songs aber absolut Sinn. Denn der 44-Jährige stellt seinen unnachahmlichen Power-Pop mit Alternative-Rock-Einschlag auffallend in den Fokus von weiblichem Chorgesang, mit dem die eh schon häufig sehr eingängigen Melodien noch mehr versüßt werden und an Wiedererkennungswert gewinnen. Damit zaubern The Rentals aus dem Hut, was Sharps Ex-Band Weezer in der Vergangenheit so dringend gefehlt hat: Songs mit tollen Melodien und lässigen Riffs, die an die gute alte Zeit zur Mitte der 90er Jahre erinnern.

Angefangen mit dem mit Engelschören ausgestatteten Opener „It’s time to come home“, über das wild nach vorne preschende „Traces of our tears“ und das herrlich entspannt groovende „Stardust“, legt „Lost In Alphaville“ vielversprechend los und liefert auch danach kaum noch Grund zur Kritik. Denn wer auf Songs der Marke „Weezer trifft Liquido“ steht, wird mit wunderbar simplen Stücken wie den hitverdächtigen „1000 seasons“ oder auch „Damaris“ belohnt. Wem das allerdings zu banal und zu sehr 90er Jahre ist, der soll hier bitte nicht rummeckern und sich vom Acker machen!

Anspieltipps:

  • Damaris
  • Seven years
  • 1000 seasons
  • Thought of sound
  • It’s time to come home

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