The Script - No Sound Without Silence - Cover
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The Script No Sound Without Silence


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch auf ihrem vierten Album bleiben sich die drei Iren treu und servieren vollrahmige Popsongs.

Wenn die Zahlen der Plattenfirma richtig sind, hat das irische Pop/Rock-Trio The Script (Mark Sheehan, Glen Power und Danny O’Donoghue) von all seinen Singles und Alben seit dem Jahr 2008 mehr als 20 Millionen Einheiten abgesetzt. Für, im Vergleich zu Bands wie Coldplay, Travis oder Keane, mehr oder weniger gesichtslose Musiker (zumindest außerhalb Großbritanniens), ist das eine stolze Summe, die heutzutage alles andere als normal ist. Deshalb gilt es auch keine Zeit zu verlieren und in regelmäßigen Abständen neue Alben nachzulegen. Mit „No Sound Without Silence“ sind The Script deshalb beim vierten Studioalbum in sieben Jahren angelangt.

Auch aus oben genanntem Grund, hat sich das Trio in seinen Tourbus ein Ministudio einbauen lassen, mit dem es seine Ideen festhalten und weiterentwickeln kann und im Anschluss an eine Tournee nicht unnötig teure Studiozeit verbrauchen muss. Mit dieser Art des Komponieren und Aufnehmen wollten The Script zudem die „nervöse Energie“ einfangen, die in ihnen steckt, wenn sie direkt von der Bühne kommen. Zu einer wilden Rockband sind die Iren deswegen allerdings nicht mutiert. Das zeigen bereits die ersten Töne des Openers „No good in goodbye“, der gewohnt hymnisch und eingängig aus den Boxen strömt und beweist, dass es sich im Windschatten von Keane und Coldplay sehr gut leben lässt.

Wer irgendwann mal aus der zweiten Reihe an die Spitze will, muss allerdings mehr drauf haben als im Windschatten zu fahren. Dazu werfen The Script stadiontaugliche Mitsing-Melodien aus der Vollrahmstufe ins weite Rund, wie in „Man on a wire“, „The energy never dies“, „It’s not right for you“ oder auch „Army of angels“ zu hören – und lassen damit vor dem geistigen Auge des Hörers ein Lichtermeer aus Wunderkerzen, Handy-Displays und Feuerzeugen aufleuchten. Technisch greifen die Iren dazu gar nicht mal so tief in die Trickkiste. Ihre Songs sind einfach gestrickt, gehen zumeist sofort ins Ohr und tun niemandem weh.

Auch wenn sich damit nicht in den Olymp des Pop kommen lässt, muss festgehalten werden, dass sich ein Album wie „No Sound Without Silence“ nicht von selbst schreibt und Stücke wie „Man on a wire“ große Klasse haben. Für noch mehr Anerkennung müssten sich The Script hingegen auch mal trauen, ausgetrampelte Pop/Rock-Pfade zu verlassen und die Regeln zu brechen. Ansonsten bleiben die drei immer nur die netten Jungs von nebenan, deren Gesichter kaum jemand kennt.

Anspieltipps:

  • Man on a wire
  • Army of angels
  • Without those songs
  • It’s not right for you
  • The energy never dies
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