Avi Buffalo - At Best Cuckold - Cover
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Avi Buffalo At Best Cuckold


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Handgemachter Singer/Songwriter-Folk-Pop aus Kalifornien.

Avi Buffalo ist eigentlich eine Band. Doch tatsächlich steckt in erster Linie der aus der Nähe von Los Angeles stammende Avigdor Zahner-Isenberg (23) hinter diesem Projekt, der sich zur Verwirklichung seiner Songs und für Live-Auftritte befreundete Musiker dazu holt. Für sein zweites Album „At Best Cuckold“ waren dies John Anderson (Bass), Sheridan Riley (Drums), Sasami Ashworth und David Dillons (Blasinstrumente). Dieses Line-up soll auch bis auf weiteres beieinander bleiben.

Zuvor, mit gerade einmal 19 Jahren, veröffentlichte Zahner-Isenberg im April 2010 sein Debütalbum, das er zusammen mit Kumpels aus der Highschool eingespielt hatte. Merke: Ein engagierter Musiker findet immer einen Weg, seine Kunst irgendwie durchzusetzen. Auch wenn es einmal länger dauert. Denn weit über vier Jahre Wartezeit zwischen zwei Alben sind gerade für einen Newcomer sicher nicht die beste Methode, um sich einen Namen zu machen. Aber Avi Zahner-Isenberg ist konsequent und verheimlicht nicht, dass er zwischendurch keine Lust auf Konzerte und Musik hatte und eine Auszeit brauchte.

Inzwischen ist diese Lust wieder zurück und „At Best Cuckold“ knüpft mit zehn Tracks im folkigen Indie-Singer/Songwriter-Stil an Avi Buffalos Debütwerk an. Auch wenn sich Zahner-Isenberg menschlich und musiklisch gereift sieht, strotzen auch die aktuellen Stücke mit luftigen Arrangements und einem guten Schuss jugendlicher Melancholie nur so vor Slacker-Romantik und kalifornischer Sonnenuntergangsstimmung. Zwischen akustischen Gitarren („Two cherished understandings“) und Bläser-befeuerten Stücken („Overwhelmed with pride“) dominiert dabei die Falsettstimme Zahner-Isenbergs, mit der er seinen Songs einen speziellen Stempel aufdrückt.

Daraus resultiert ein zauberhaftes Indie-Singer/Songwriter-Album, das fest im Folk-Pop verwurzelt ist, allerdings nicht ohne diesen in einer angenehm breitgefächerten Form zu präsentieren, die weder zwischen College-Pop („So what“), Folk à la Neil Young („Won’t be around no more”) noch dem Piano-Pop eines Ben Folds („She is seventeen”) unterscheidet. Das ist schön und macht Lust auf mehr. Aber bitte nicht erst im Jahr 2018.

Anspieltipps:

  • She is seventeen
  • Overwhelmed with pride
  • Two cherished understandings
  • Think it‘s gonna happen again
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