Slipknot - .5: The Gray Chapter - Cover
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Slipknot .5: The Gray Chapter


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 64 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Slipknot sind wieder da - und klingen so, als wären sie nie weg gewesen.

Sechs Jahre ist es her, dass Slipknot zum letzten Mal ein offizielles Studioalbum veröffentlicht haben. Sechs Jahre, in denen viel passiert ist. Denn zwei Jahre nach „All Hope Is Gone“ verstarb Bassist Paul Gray an einer Überdosis Schmerzmittel. Traurig und schlimm, und vor allem für Pauls Freunde nur schwer zu verarbeiten. Neues Material gab es danach nur in Form eines Live-Albums („Antennas To Hell“), begleitet von ein paar Auftritten. Ende 2013 verließ dann auch noch Schlagzeuger und Gründungsmitglied Joey Jordison die Band, über dessen Austritt es viele Spekulationen gab. Die Band sprach von Austritt, Jordison von Rauswurf.

Nichtsdestotrotz kehren Slipknot nun mit ihrem fünften Studioalbum „.5: The Gray Chapter“ zurück, mit neuem Bassisten und neuem Drummer. Und schon der erste neu vorgestellte Song machte klar, in welche Richtung es gehen soll. „The Negative One“ geht direkt auf die Zwölf. Der Song startet mit einem düsteren, mysteriösen Instrumentalpart, um dann mit einer schrammelnden Gitarre loszulegen, gefolgt von einem losbretternden Schlagzeug und Corey Taylors Geschreie, das dem Song die nötige Aggressivität gibt. Erinnert sehr an Slipknot der ersten Stunde. Kurz darauf wurde die erste offizielle Singleauskopplung „The Devil in I“ veröffentlicht, ähnlich schnell und aggressiv, jedoch mit langsamen Passagen und normalem Gesang.

Die beiden Songs als Vorgeschmack spiegeln den Sound des Albums gut wider. „XIX“ startet als Intro-Song langsam, düster, bedrückend und ohne Gesang, der erst nach der Hälfte einsetzt und sich dem Tempo und der Atmosphäre anpasst. Mit diesem langsamen Tempo und der düsteren Atmosphäre, startet auch „Sarcastrophe“, das sich aber nach kurzer Zeit mit einem ordentlichen Wumms zur klassischen Slipknot-Hasstirade aufschwingt. „Prepare for judgement day / We are kill gods“, heißt es da. „AOV“ gibt in der Strophe zwar ähnlich Gas, der melodische Refrain erinnert aber mit normalem Gesang und Backgroundvocals ein bisschen an „Sulfer“ von „ 99062,All Hope Is Gone“.

Slipknot zeigen insgesamt wieder ein härteres Gesicht und hauen mit „Custer“ einen Mördersong raus, der es locker mit den Stücken von „Iowa“ aufnehmen kann und einer der aggressivsten und härtesten ist, den Slipknot je geschrieben haben. Ein starkes Stück, das sich im Refrain ähnlich hochspult wie „People = Shit“ (von „Iowa“, 2001). Mit „Goodbye“ gibt es dann noch ein Stück, das dem verstorbenen Bassisten Paul Gray gedenkt und als Ballade startet, hintenheraus aber aufs Gaspedal drückt und mit einer klasse Instrumentalpassage endet. Ein Song, der die Stärken der Band hervorhebt und sich perfekt zwischen den anderen einreiht.

Fazit: Einen wirklichen Ausfall sucht der Hörer auf diesem Album vergebens. Slipknot sind zurück, und das vielleicht stärker als jemals zuvor.

Anspieltipps:

  • Sarcastrophe
  • AOV
  • The Devil in I
  • Goodbye
  • Nomadic
  • Custer
  • The Negative One

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