Fyre! - Missy Powerful - Cover
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Fyre! Missy Powerful


  • Label: Flaming Passion Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine gelungene Mischung aus Hard- und Pop-Rock, welche besonders von der überzeugenden Sängerin profitiert und durchaus dazu in der Lage wäre, ein großes Publikum anzusprechen.

„Die rockende Antwort auf Shakira ist da!“ Au Backe. Wenn Fyre! und die in den Mittelpunkt gerückte Frontfrau Alejandra Burgos das rockende Äquivalent zu Shakira sein sollen, dann Gute Nacht. Dann sind Lordi oder Gwar die rockenden Cher oder Freedom Call die rockenden Modern Talking. Mal abgesehen vom letzten Beispiel, sind es aber lediglich äußerliche und keine musikalischen Vergleiche - auch bei Fyre!. Und selbst jener hinkt, da das Hinterteil von Frau Burgos wohl vier Mal in das von Shakira passen würde. Aber genug mit dämlichen Oberflächlichkeiten. Fyre! sind da und nach Supports von Alice Cooper (CDstarts.de berichtete) und jüngst auch Anastacia (!) legen Alejandra Burgos und ihre internationale, bunt gemischte Band nach und wollen mit „Missy Powerful“ so richtig durchstarten. Hardrock statt Salsa oder Merengue lautet das Motto.

Auch wenn es heißt, dass südamerikanisches Temperament in der Musikbranche bislang weniger im Rock vorkam, was streng genommen absolut falsch ist (Carlos Santana anyone? Oder ist der als Mexikaner Mittelamerikaner? Dafür gibt’s die gigantische brasilianische Metalszene.), merkt man Fyre! dieses kleine bisschen Rasse an. Natürlich steht die Frontfrau permanent im Zentrum und ist das große Verkaufsargument, aber immerhin steckt hinter der großen Klappe einiges dahinter. Burgos ist nicht einfach nur da, soll hübsch ausschauen und den Latina-Charme rüberbringen, sondern dominiert mit ihrer kräftigen, wandlungsfähigen und überraschend rotzigen Stimme einen angenehm erdigen und straighten Hardrock, welcher immer wieder mit kleinen, dezenten Details aufgelockert wird. Auch ihre Jungs machen ihre Sache gut, allen voran der spanische Gitarrero Tolo Grimalt (Gitarre) sowie der Deutsche Lars Ratz am Bass, die für den nötigen Pfiff sorgen. „Missy Powerful“ wird dadurch zu einem durch und durch vergnüglichen Album, welches gerne den Weg in den Player finden wird, gleichermaßen easy als auch mitreißend ist. Songs wie „We Are Here“, „I Love To Rock“, „Devil Is Me“ oder die Single „Get The Hell Out“ machen die Sache klar und bewegen sich trotz einer modernen Produktion immer wieder in die 80er-Jahre zurück. Die Übergänge zwischen Hard- und Pop-Rock sind dabei fließend.

Pat Benatar oder Alannah Myles lassen grüßen. Ja, das funktioniert tatsächlich auch heute noch gut und ist eine feine Sache für Nostalgiker, aber auch für Freunde guter, zeitloser Rockmusik. Als Debüt ist „Missy Powerful“ durchaus nicht zu verachten - selbst wenn die Qualität schwankt und nicht ausnahmslos jede Nummer zündet. Das Potential ist dennoch da und jederzeit hörbar. Durch den Anastacia-Support sollte die noch überschaubare Fanbase zusätzlich erweitert werden. „Missy Powerful“ ist nämlich ohne Frage ein Album rated E for everyone, von einer Band, welche von vielen entdeckt werden will und die sich glücklicherweise nicht anbiedert oder verstellt. Gut!

Anspieltipps:

  • We Are Here
  • Get The Hell Out
  • Crazy Little Woman
  • Eyes Of The World

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