Allah-Las - Worship The Sun - Cover
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Allah-Las Worship The Sun


  • Label: Innovative Leisure/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Es leben die Sixties, es leben die Allah-Las.

Früher war alles besser. Zumindest wenn man den Allah-Las Glauben schenken möchte. So verwundert es dann auch nicht wirklich, dass ihr erstes Album eine einzige Hommage an den psychedelischen Gitarrenpoprock der 60er-Jahre darstellt. Die bekennenden Stones-Fans legen 2014 nach und liefern Musik für einen Spätsommer of Love. Heureka.

Wer selbst kein Genre weitestgehend mitprägen konnte, weil ihm schlicht Ideen und handwerkliche Fähigkeiten abgehen oder er einfach 30 Jahre zu spät geboren wurde, muss sich eben Reminiszenzen widmen und so viele es nur geht in seine Musik einfließen lassen. Wenn das gut gemacht ist, bitte gerne. Und die Allah-Las sind quasi Marktführer auf diesem Gebiet. „Worship The Sun“ versetzt den Hörer selbst am trübsten Septembernachmittag an den Strand ins sonnige Kalifornien oder direkt nach Woodstock. Seit die Chili Peppers langweilig geworden sind, ist derart interessante Musik von der Westküste selten geworden.

Die Allah-Las sind der Inbegriff einer Rockband, vier Typen aus Cali, die irgendwie in die falsche Zeit hineingeboren wurden und versuchen, im Rahmen ihres Schaffens das Beste draus zu machen. Album Nummer zwei ist dabei ein beeindruckendes Sixties-Album geworden, immer zwischen den dunkleren psychedelischen Momenten und dem rohen Garagensound wechselnd, immer dem Woodstock-Jahrzehnt die Ehre erweisend und doch nie peinlich oder unpassend wirkend.

Die Band beweist nicht nur, dass sie über musikalisches Talent verfügt, sondern auch, dass sie in der Lage ist, ihre Liebe zum Sound vergangener Tage in ein moderneres Gewand zu verpacken und so ihre Fans stets an die musikalische Zeit zu erinnern, die sie selbst leider verpasst hat. Dabei gelingt es den Kaliforniern, stets einen Hauch eigene Identität in ihren Songs zu erhalten, so dass es bei Hommagen bleibt und keiner der Tracks zu einer bloßen Kopie gerät. Wer mit den Sixties auch nur im Entferntesten etwas anfangen kann, der kommt an dieser Band gegenwärtig nur sehr schwer vorbei.

Anspieltipps:

  • Artifact
  • Follow You Down
  • Worship The Sun

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