Sonata Arctica - Ecliptica Revisited (15th Anniversary Edition) - Cover
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Sonata Arctica Ecliptica Revisited (15th Anniversary Edition)


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein dezentes Update des mittlerweile zum Klassiker avancierten Debüts der Finnen. So gut wie eh und je, aber wirklich nötig?

Nach dem bärenstarken „Pariah's Child“ (2014), welches nach nur kurzer Zeit bereits den Test der Zeit bestanden und allerlei Klassiker für den Live-Auftritt geliefert hat, können es Sonata Arctica nicht lassen und zelebrieren ihren Rückwärtstrend weiter. Sie wissen, dass die Fans ihr Frühwerk lieben und so ist das 15-jährige Jubiläum ihres Debüts ein gefundenes Fressen, ein paar Taler extra einzustreichen und gleichzeitig zu sagen: „Hey, Leute! Uns gibt es immer noch. Wir sind die Alten geblieben.“ Dass Sonata Arctica die eine oder andere Wandlung durchgemacht haben, ist nicht zu bestreiten und streng genommen auch unwichtig, wenn es um die Neuaufnahme des allerersten Albums jener Band geht. Hier ist die Welt aber noch in Ordnung, nicht unnötig gekünstelt, verkopft oder progressiv aus Notwendigkeit. Wer mehr über das Album, seine Songs und die Anfänge Sonata Arcticas erfahren will, soll an dieser Stelle die Rezension zum Klassikeralbum „Ecliptica“ lesen.

Und? Gemacht? Gut! Denn damit ist so ziemlich alles gesagt, was gesagt werden muss. „Ecliptica Revisited - 15th Anniversary Edition“ bietet kaum Unterschiede zum Original und die, die hörbar sind, werden sowieso nur von Fans und Kennern erkannt werden. Solche erkennen die leichten Variationen in den Songs, den oft ein wenig tieferen Gesang eines gereiften Tony Kakkos, dezentes Umarrangieren. Der Geist der Kompositionen bleibt erhalten, wobei allerdings gesagt werden muss, dass Sonata Arctica nicht mehr Anfang 20 sind und den jugendlichen Spirit nicht reproduzieren können. Die Qualität des Materials bleibt aber natürlich erhalten und ist auch in leicht veränderter Form unantastbar: Vielleicht sind „Letter To Dana“, „Replica“ oder „My Land“ - letztere beiden werden hier übrigens als insgesamt zweite geupdatete Version angeboten - besser als damals. Vielleicht aber auch nicht. Selten spielt der Geschmack beim Hörer so eine große Rolle. Dass B-Seiten wie das schlichtweg phänomenale „Mary-Lou“, „I'm Haunted“ oder „Letter To Dana (Returned To Sender)“ fehlen, welche auf der remasterten Ausgabe von 2008 bereits offiziell enthalten waren und der Hörer mit „I Can't Dance“, einem Cover der, sagen wir mal ein wenig in die Belanglosigkeit gerutschten, späten Collins-weichspül-Genesis abgespeist wird, ist schade. Dabei wäre Material von „Selling England By The Pound“ (1973) oder „The Lamb Lies Down On Broadway“ (1974) für den Prog-Fetisch der Finnen doch sehr viel logischer und den Hörer erträglicher gewesen. Naja...

Einigen kann man sich darauf, dass „Ecliptica Revisited - 15th Anniversary Edition“ eben „Ecliptica“ ist und definitiv weiterhin so prima funktioniert wie im Jahre 1999. Wer das Album bislang noch nicht kannte und einen wahren Genreklassiker nachholen will, hat hier eine gute Möglichkeit. Für jene Hörer ist es dann auch egal, ob es das Original oder die Jubiläumsausgabe sein soll, da die Unterschiede so marginal sind, dass der eventuellen Kritik von Die-Hard-Fans direkt der Wind aus den Segeln genommen werden darf. Wer das Album in- und auswendig kennt, entscheidet selbst, welche Version besser ist und freut sich auf das/fürchtet sich vor dem Re-Release des vielleicht noch größeren Klassikers „Silence“, welcher 2016 anstünde und so sicher wie das Amen in der Kirche ist.

Anspieltipps:

  • My Land
  • Kingdom For A Heart
  • Replica
  • Letter To Dana

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