ABBA - Live At Wembley Arena - Cover
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ABBA Live At Wembley Arena


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 110 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
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ABBA und kein Ende. Das etwas konstruierte Jubiläumsjahr wird weiter ausgeschlachtet.

2014 ist das große ABBA-Jubiläumsjahr. Das hat zumindest irgendjemand so festgelegt. Also feiern wir 40 Jahre ABBA. Oder so ähnlich. Denn gegründet wurde die Gruppe bereits im Jahr 1972 und das erste Studioalbum erschien 1973. Da aber erst im Jahr 1974 alles so richtig losging („Waterloo“-Album, Grand-Prix-Sieg, usw.), wurde die quasi inoffizielle Geburtsstunde des schwedischen Quartetts in das Jahr 1974 verlegt.

Nachdem im Verlauf dieses Jahres schon diverse ABBA-Produkte im gefühlten Monatsrhythmus veröffentlicht wurden und in den verbleibenden drei Monaten noch einige anstehen, steht der September im Zeichen eines Live-Albums von Agnetha Fältskog (64), Anni-Frid Lyngstad (68), Björn Ulvaeus (69) und Benny Andersson (67). Dieses wurde am 10. November 1979 in den Londoner Wembley Arena mitgeschnitten und im Laufe der vergangenen Jahrzehnte bruchstückhaft auf LPs und DVDs auf den Markt geworfen. Mit der Veröffentlichung von „Live At Wembley Arena“ ist dieses Stückwerk nun beendet.

Obwohl ABBA die Popmusik der 70er Jahre geprägt hatten wie kaum eine zweite Band, waren sie vergleichsweise wenig auf Tournee und produzierten lieber ein neues Album pro Jahr. Mit dem im April 1979 veröffentlichten „Voulez-Vous“-Longplayer und der im Oktober nachgeschobenen „Greatest Hits Vol. 2“-Compilation ging es im September 1979 im kanadischen Edmonton aber wieder einmal auf eine gut dreimonatige Tour, die im Herbst auch in England Station machte. Die dort gespielten 25 Songs liegen nun erstmals als zusammenhängender Konzertmitschnitt auf zwei CDs vor und zeigen eine Band, die in sieben Jahren sechs Studiowerke auf den Markt gebracht hatte, die vor Hits nur so strotzten.

Auch wenn die „Voulez-Vous“-Songs auf dieser Tour im Vordergrund stehen sollten, kamen ABBA natürlich nicht umhin, zahlreiche Klassiker in die Setlist einzubauen, die sich dadurch wie eine „Best Of“-Show im Live-Gewand anhört. Und da viele Hörer die Songs nur in den blitzsauberen Studio-Versionen kennen, ist ein komplettes Live-Werk der vier Schweden durchaus etwas Besonderes, weil nicht jeder Ton sitzt („I have a dream“), das Tempo verschleppt wird („Knowing me, knowing you“) und die Ansagen schüchtern und aus der Zeit gefallen wirken. Das macht diese Veröffentlichung, trotz des kommerziellen Gedankens dahinter, sehr sympathisch.

Anspieltipps:

  • SOS
  • Waterloo
  • Fernando
  • Chiquitita
  • Dancing queen
  • I have a dream
  • Take a chance on me
  • Thank you for the music
  • Knowing me, knowing you
  • Gimme! Gimme! Gimme! (a man after midnight)
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