The Ting Tings - Super Critical - Cover
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The Ting Tings Super Critical


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 30 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Platte Nummer drei melden sich die totgeglaubten frechen Briten zurück.

Mit „What’s My Name“ haben sich die Ting Tings im Jahre 2008 nicht nur in Sachen Retrospektive einen Namen gemacht, sie haben auch einen Ton angegeben. Dieser Ton war frech, schnell und spätestens mit der Single „Shut Up And Let Me Go“ unmissverständlich prägend für die Band. Ein britisches Duo, bestehend aus einem Schlagzeuger und einer singenden Göre, die sich nichts gefallen lassen und flotte Musik machen.

Sechs Jahre und zwei Alben später liegen die Dinge ganz anders. Nach „We Started Nothing“ und „Sounds From Nowheresville“ sind es nicht die lauten, verrückten Songs, die herausstechen. Discotauglichen, tanzbaren Electro-Pop haben die Ting Tings nicht erfunden, sie haben ihn auch nicht unbedingt weiterentwickelt. Bisher haben sie ihn einfach gespielt und die Meute zum Zappeln gebracht. Auf „Super Critical“ darf ganz unkritisch angemerkt werden, dass es die leisen Momente des Albums sind, die wirklich Potential haben.

Die erste Single „Wrong Club“ geht bereits in diese Richtung. Auch wenn der Refrain durchaus einen gewissen Rhythmus vorlegt, haben allein die Texte nichts „Shut Up“ mehr mit zu tun. Selbst das Wort „Shit“ geht in der eher melancholischen Stimmung fast unter. Einen Track später ist der emotionale Tiefpunkt der Platte erreicht und damit auch irgendwie ihr musikalischer Höhepunkt: „Wabi Sabi“ ist so schnulzig, dass es, typisch Ting Tings, schon wieder gut ist.

Im Anschluss geht es wieder nach oben, es groovt, es blitzt, aber es bleibt alles im niedrigen Frequenzbereich. „Only Love“ verlässt diese Sphären durch die verhältnismäßig weniger verzerrte Stimme der Miss White und zieht seine Kraft aus den für die Band typischen Electro-Rock-Wurzeln, doch auch hier will sich die Partystimmung nicht so richtig einstellen. Wie bereits erwähnt, ist das jedoch nicht unbedingt ein Manko: die Kraft liegt, wenn schon nicht in der Ruhe, in elementaren Discobasics. Tanzbarer, unspektakulärer, angenehmer Sound.

Anspieltipps:

  • Wrong Club
  • Wabi Sabi
  • Only love
  • Failure

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