Stevie Nicks - 24 Karat Gold: Songs From The Vault - Cover
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Stevie Nicks 24 Karat Gold: Songs From The Vault


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 64 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

14 Songs aus der Gruft. Stevie Nicks öffnet ihr Archiv und findet darin... Gold.

Nachdem 2011er Album „In Your Dreams” war es anscheinend mal wieder an der Zeit für einen neuen Longplayer aus dem Hause Stevie Nicks (66). Doch anstatt neue Songs dafür zu schreiben, hat die amerikanische Sängerin und Songschreiberin in ihren Archiven gewühlt und ein Dutzend Demos aus der Zeit von 1969 bis 1987 sowie zwei Tracks aus den Jahren 1994/1995 hervorgeholt und daraus ihr achtes Studioalbum kompiliert. Damit ist das private Archiv der 66-Jährigen zwar noch längst nicht erschöpft, doch aufgrund der langen Reifezeit wurde nach Meinung des Fleetwood-Mac-Mitglieds aus fast vergessenen Stücken 24-karätiges Gold, das nun endlich einmal aus der Schatzkammer gehoben werden musste.

Dass einige Songs mitunter mehr als vier Dekaden auf dem Buckel haben, ist ihnen nicht anzumerken. Denn Stevie Nicks hat im Laufe ihrer langen und erfolgreichen Karriere einen zeitlosen Sound kreiert, der zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Sieht man dabei von den unterschiedlichen Produktionsweisen über die Jahrzehnte hinweg ab, erfüllten Stevie-Nicks-Alben in Bezug auf die Kompositionen und den Sound in aller Regel die Publikumserwartungen. Nicks schuf einen unverkennbar süffigen Westcoast-Pop-Stil („Mamel normand“) mit Blues- („Belle fleur“), Country- („Blue water“) und Rock-Einflüssen („I don’t care“), der auch „24 Karat Gold: Songs From The Vault“ auszeichnet.

Der von Studiomusiker, Komponist und Produzent Robert „Waddy“ Wachtel sowie Dave Stewart (Eurythmics) betreute Longplayer erweckt zu keiner Zeit den Eindruck, dass für diesen irgendwelche Altlasten aus der Gruft geholt und aufgewärmt wurden. Angefangen mit dem treibenden „Starshine“, über das groovende „Cathouse blues“ bis hin zu mit Vanessa Carlton („Carousel”) und Mark Knopfler („She loves him still”) geschriebenen Titeln, ergibt sich ein durch und durch harmonisches Bild und nicht der Eindruck von Verlegenheitsliedern. Der Sound orientiert sich an den alten Klassikern und verzichtet gänzlich auf modernen Schnickschnack. Damit bleibt sich Stevie Nicks treu und liefert einmal mehr ein schönes und zeitloses Album ab.

Anspieltipps:

  • Starshine
  • Carousel
  • Blue water
  • Hard advice
  • 24 karat gold
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