Nicole Scherzinger - Big Fat Lie - Cover
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Nicole Scherzinger Big Fat Lie


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch das zweite Soloalbum des Ex-Pussycat-Dolls ist nicht mehr als ein laues Lüftchen.

Nicole Scherzinger ist bekannt als ehemaliges Mitglied der Pussycat Dolls und als Freundin von Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton. Dazu wird die 36-Jährige von Kollegen gerne als (optischer) Feature-Gast verpflichtet. Ihre Solokarriere verlief dagegen bis jetzt eher holprig. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Endlos-Posse um ihr Debütalbum, das ursprünglich „Her Name Is Nicole“ heißen sollte und dann als „Killer Love“ (08/2011) auf den Markt kam. Sie gehört zu den absurdesten Episoden der Pop-Geschichte und lässt noch heute den Kopf schütteln. Denn nach einer Produktionszeit von sieben Jahren erschien das Album am Ende nicht einmal offiziell in den USA und performte lediglich in den UK-Charts einigermaßen akzeptabel.

Jetzt ist Nicole Scherzinger bei Sony Music unter Vertrag und wagt mit „Big Fat Lie“ den zweiten Solo-Anlauf. Durch den neuerlichen Majordeal war genügend Geld in der Kasse, um wieder mit dem gefragten Produzenten-Team Terius „The-Dream“ Nash und Christopher „Tricky“ Stewart zu arbeiten, die auch schon Katy Perry, Mariah Carey, Kanye West, Beyoncé, Rihanna, Britney Spears und Madonna mit Hits auf die Sprünge halfen. Und ja, das Album ist wirklich Mitte Oktober erschienen und damit kein Running Gag wie „Killer Love“.

Das ist allerdings auch schon die beste Information zu „Big Fat Lie“, auf dem sich, wie irgendwie zu erahnen war, relativ unscheinbare R&B- und Pop-Nummern tummeln, die weder musikalisch noch stimmlich einen besonderen Wiedererkennungswert besitzen und maximal durch den typisch amerikanischen, sehr Bass-lastigen Sound auffallen. Inhaltlich holt sich „Big Fat Lie“ dazu einen „Parental Advisory“-Sticker für „Explicit Lyrics“ ab, was im Zusammenhang mit Nicole Scherzingers Feststellung, dass es sich bei diesem Album um ihr bisher persönlichstes Werk handelt, für den einen oder anderen gewiss interessant sein mag.

Tatsächlich ist „Big Fat Lie“ aber nichts weiter als eine Dreiviertelstunde heiße Luft, die dem Genre nichts, aber auch gar nichts Essentielles hinzufügen kann und sich nur über den mehr oder weniger berühmten Namen Nicole Scherzinger verkaufen lässt.

Anspieltipps:

  • Bang
  • God of war
  • Heartbreaker
  • On the rocks
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