Yusuf - Tell ´Em I´m Gone - Cover
Große Ansicht

Yusuf Tell ´Em I´m Gone


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Produzent Rick Rubin führt Cat Stevens alias Yusuf Islam zurück zum Blues.

Immer wenn der Produzentenname Rick Rubin (Johnny Cash, Eminem, ZZ Top, Metallica, Neil Diamond, Slipknot, Jay-Z, Tom Petty) auf einem Album auftaucht, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Schließlich gilt Rubin wie kein anderer als Spezialist dafür, aus eingerosteten Künstlern frische Kreativität herauszukitzeln oder einfach neue Wege für das Songschreiben aufzuzeigen. Mit dem britischen Singer/Songwriter Yusuf Islam alias Cat Stevens (66, bürgerlich: Steven Demetre Georgiou) reiht Rubin nun den nächsten großen Namen der Musikgeschichte in seine Vita ein.

Aufgenommen in Los Angeles, London, Dubai und Brüssel, ist „Tell ‘Em I’m Gone“ das dritte Werk unter dem Künstlernamen Yusuf und der Nachfolger des fünf Jahre alten „Roadsinger“-Albums. Dafür nahm Yusuf jeweils fünf Coversongs, unter anderem „Big boss man“ (Luther Dixon), „Dying to live“ (Edgar Winter), „You are my sunshine” (Jimmie Davies) und „The devil came from Kansas“ (Procol Harum) sowie fünf selbst komponierte Stücke auf. Eines davon, „I was raised in Babylon“, macht den Auftakt des Albums. Yusuf singt zu den Klängen einer akustischen Gitarre und dezenter Perkussion über ein Thema, das alle Songtexte in gewisser Weise durchzieht: Freiheit.

Yusuf tut dies mit seiner typisch samtpapierenen Stimme, die inzwischen etwas rauer geworden ist, was aber gut zu den Songs passt. So werden Yusufs Stimme im Verlauf des Albums genügend Gelegenheiten geboten, etwas mehr Schärfe einzubringen, die insbesondere bei den Coverversionen aus dem Blues- und R&B-Fach gefordert ist. Zum Rocker mutiert Yusuf dennoch nicht. Und das ist gut so, selbst wenn Titel wie „Editing floor blues“, „Gold digger“ und „The devil came from Kansas“ unerwartet cool und gut abgehangen aus den Boxen klabautern.

Grundsätzlich bleibt der 66-Jährige seiner gewohnt ruhigen Art treu und verpackt seine Geschichten in zumeist akustische Kleinode, die heuer eine besondere Nähe zum Blues aufweisen. Damit geht Yusuf zurück zu seinen Wurzeln. Eine Idee, an der ein gewisser Rick Rubin ganz sicher nicht unschuldig ist.

Anspieltipps:

  • Doors
  • Gold digger
  • Editing floor blues
  • I was raised in Babylon
  • The devil came from Kansas

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8.5/10

Rough And Rowdy Ways
  • 2020    
Diskutiere über „Yusuf“
comments powered by Disqus