Whitney Houston - Live: Her Greatest Performances - Cover
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Whitney Houston Live: Her Greatest Performances


  • Label: Arista/Sony Music
  • Laufzeit: 182 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Einige der größten Hits von 1983 bis 2009. Live gesungen. Das rückt das Denkmal der Houston wieder gerade.

Am Nachmittag des 11. Februar 2012 verstarb die amerikanische Soul- und R&B-Sängerin sowie Schauspielerin Whitney Houston im Alter von 48 Jahren in einem Zimmer des Beverly Hilton Hotels. Die Ermittlungen ergaben, dass die Sängerin in der Badewanne ertrunken war. In ihrem Blut wurde Kokain nachgewiesen. Damit verließ drei Jahre nach Michael Jackson ein weiterer Superstar auf tragische Weise diese Welt und hinterließ eine Lücke, die nicht zu schließen ist.

Whitney Houston galt einstmals als Sauberfrau und leuchtendes Beispiel für Skandalfreiheit. Doch nach der Heirat mit Bobby Brown im Jahr 1992 ging dieses Image flöten. Von Drogensucht und Prügelattacken war zu lesen. Auch nach der Scheidung von Bobby Brown im Jahr 2007 bekam die Sängerin nicht die Kurve. Immer wieder war von Entziehungskuren die Rede, doch es bestand weiter die Hoffnung, dass sich Whitney Houston wieder fangen würde. Mit „I Look To You“ (08/2009) veröffentlichte sie ein neues Album und begab sich im Dezember 2009 nach zehn Jahren wieder auf eine Welttournee. Doch viele Auftritte wurden zur Farce. Houstons Drei-Oktaven-Stimme hatte in den vorherigen Jahren zu sehr gelitten, sodass sie bei ihren Auftritten mitunter mit massiven Stimmproblemen zu kämpfen hatte. Damit ramponierte eine der großartigen Sängerinnen der 80er und 90er Jahre in der, wie wir nun wissen, finalen Phase ihrer Karriere mit zum Teil grauenhaften Live-Auftritten ihren guten Ruf.

Dass das Jahr 2009 nicht repräsentativ für die Gesangsleistungen der Houston stand, muss nicht gesondert erwähnt werden. Doch als sollte es eine Art Wiedergutmachung sein, erscheint nun mit „Live: Her Greatest Performances“ eine Zusammenstellung von verschiedenen Live-Mitschnitten aus der gesamten Karriere der Sängerin. Angefangen mit einer Aufzeichnung aus dem Jahr 1983, als die blutjunge Whitney in der Merv Griffin Show den Titel „Home“ vorstellte, geht der Reigen bis ins ominöse Jahr 2009, wo sie in der Oprah Winfrey Show „I didn’t know my own strength“ vortrug. Auf dem Weg dorthin werden chronologisch Meilensteine eingefangen, wie „One moment in time“ bei den 1989er Grammy Awards, „The star spangled banner“ beim 1991er Super Bowl, „I will always love you“ beim Concert For A New South Africa (1994) und „When you believe“ im Duett mit Mariah Carey bei der 71. Oscar-Verleihung im Jahr 1999 (nur auf der Bonus-DVD enthalten).

Auf diese Weise erhält der Hörer auf CD und DVD zwar kein zusammenhängendes Konzert, aber ein paar der stärksten Live-Happen aus 26 Jahren serviert, die aufgrund der unterschiedlichen Tonquellen nicht immer die beste Klangqualität besitzen. Doch was zählt, ist der geschichtliche Aspekt und die Tatsache, dass hier eine der größten Stimmen der Musikgeschichte gewirkt hat.

Anspieltipps:

  • How will I know
  • I’m every woman
  • Greatest love of all
  • My love is your love
  • One moment in time
  • I will always love you
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