David Bowie - Nothing Has Changed - Cover
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David Bowie Nothing Has Changed


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 240 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Diese Box wertet erstmalig die Jahre 1964 bis 2014 aus. Damit wirkt sie komplett, aber noch lange nicht wertig und essentiell in Anbetracht von 50 Karrierejahren.

Der Künstler blickt in den Spiegel, stellt nach 50 Jahren fest: „Nichts hat sich verändert“ („Nothing Has Changed“) und liefert auf drei CDs eine Sammlung von 59 Songs aus bisher fünf Dekaden seiner großen Karriere ab. Mehr als nur ein bisschen Ironie wird bei dieser Aussage schon dabei sein, zumal es im Inneren des Box-Sets heißt „Everything Has Changed“. Doch völlig wertfrei, in Hinblick auf das angebotene Material betrachtet, ist es tatsächlich so, dass diese „definitive Bowie Collection“ bis auf den Anspruch, einigermaßen vollständig zu sein, keine großartigen Lockmittel bietet.

Warum benötigt der geneigte Konsument dann trotzdem eine weitere Songsammlung aus dem Hause Bowie, wo doch erst vor zwei Monaten der Re-Release der „Sound + Vision“-Box (09/2014) auf den Markt kam? Bestimmt nicht wegen eines neuen Liedes (das jazzige „Sue or in a season of crime“) und auch nicht wegen der erst jetzt auf CD zugänglich gemachten Tracks „Let me sleep beside you“, „Your turn to drive“ und „Shadow man“. Diese sind im digitalen Zeitalter als von der Box losgelöste Downloads zu bekommen und deshalb lediglich schwache Kaufargumente.

Bleiben nur noch die einigermaßen hübsche Aufmachung und das interessante Artwork. Aber kauft deshalb jemand dieses Box-Set? Wohl kaum! Sind wir mal ehrlich: Wenn das Label tatsächlich „50 Jahre Bowie“ standesgemäß im Weihnachtsgeschäft abfeiern wollte, dann nicht mit so einer 20-Euro-Box. Klar, für den David-Bowie-Entdecker ist auf „Nothing Has Changed“ im Prinzip alles drauf, was dieser braucht: 59 Songs in chronologisch umgekehrter Reichenfolge, verteilt auf drei CDs. Darunter sind Hits und Klassiker wie „Changes“, „Ziggy Stardust“, „Heroes“, „Ashes to ashes“, „China girl“, „Absolute beginners“, „Let’s dance“, „Under pressure“ (mit Queen), „Dancing in the street“ (mit Mick Jagger) und „Hallo spaceboy“ – also künstlerisch unantastbare Werte. Nur hätte es deshalb nicht schon wieder eine Katalogauswertung des Wahl-Amerikaners geben müssen, die nur auf den ersten Blick wertig und essentiell wirkt.

Anspieltipps:

  • Fame
  • Heroes
  • China girl
  • Space oddity
  • Ashes to ashes
  • Ziggy Stardust
  • Absolute beginners
  • I’m afraid of americans
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