You+Me - Rose Ave. - Cover
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You+Me Rose Ave.


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

P!nk und Dallas Green (City And Colour) sind als Folk-Pop-Duo unterwegs.

Kaum ist „Cheek To Cheek“ (09/2014), das Duett-Album von Popsirene Lady Gaga (28) und Swing-Gentleman Tony Bennett (88) mehr oder weniger geräuschlos am Publikum vorbeigerollt, steht schon die nächste Genre-übergreifende Überraschungskollaboration in den Startlöchern: Popstar Alecia Moore alias P!nk (35, mehr als 105 Millionen verkaufte Tonträger) und der kanadische Sänger und Songschreiber Dallas Green (34, Alexisonfire, City And Colour) haben sich zu dem gemeinsamen Projekt You+Me zusammengetan, um akustischen Folk-Pop darzubieten.

Darauf hat die Welt, ähnlich wie bei Bennett und Gaga, zum einen sicher nicht gewartet, und zum anderen dürfte das kommerzielle Potenzial von „Rose Ave.“ aufgrund der musikalischen Ausrichtung eher überschaubar sein. Es sei denn, Alecia Moore und Mr. Green haben mit einer Singleauskopplung Glück. Denn in Sachen Melodieverständnis und Gesang macht den beiden so leicht keiner etwas vor. Nichtsdestotrotz gelten für die überwiegend spartanisch arrangierten Folk-Stücke von You+Me andere Regeln, als für den bewiesenermaßen massentauglichen Pop einer P!nk.

Der eigentliche Plan für die Zusammenarbeit mit Dallas Green war vermutlich, dass P!nk ein, zwei Stücke im Stil von „Dear mr. president“ für ein neues Album schreiben wollte. Dass daraus innerhalb kürzester Zeit ein ganzes Album wurde, mag eine Fügung gewesen sein. Denn Zufälle gibt es im Leben nicht. Auf diese Weise können P!nk-Fans ihren Liebling einmal über eine längere Spielzeit von einer anderen Seite kennenlernen. Doch könnte ein vorheriges Reinhören in „Rose Ave.“ nicht schaden. Denn P!nk agiert stimmlich zu den Songs passend sehr zurückhaltend und schließt sich damit den zarten Stimme von Dallas Green an.

Auch kompositorisch agiert das Duo eher verhalten. Die Folk-Akkorde tröpfeln anmutig aus den Lautsprechern („From a closet in norway“, „You and me“), können aber nicht durchgehend so berühren wie in den herausstechenden Stücken „Break the cycle“, „Gently, „Unbeliever“ und „Love gone wrong“. Dadurch hält sich die Spannung in Grenzen (am Ende überrascht zumindest mal das Sade-Cover „No ordinary love“), auch wenn der Chorgesang von P!nk und Dallas Green durchweg schön ist und es keine Ausfälle zu verzeichnen gibt. Den Status eines kleinen Seitenprojekts kann You+Me jedenfalls zu keiner Zeit ablegen.

Anspieltipps:

  • Capsized
  • Unbeliever
  • Break the cycle
  • No ordinary love
  • Love gone wrong
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