Olli Banjo - Hits & Raritäten: Best Of 2001-2014 - Cover
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Olli Banjo Hits & Raritäten: Best Of 2001-2014


  • Label: Bassukah/Delta Music
  • Laufzeit: 220 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Karriere des Olli Banjo, zusammengefasst auf drei CDs mit 60 Tracks.

Die Single „Rotlicht / Du und mein Penis“ aus dem Jahr 2001 war der Auftakt für Olli Banjo (37) als Solo-Rapper. Es folgten sechs Alben, vier Mixtapes, vier EPs und jede Menge Kollaborationen mit anderen Rap-Acts. Keine Frage, mit so viel Stoff hat sich Oliver Olusegun Otubanjo alias Olli Banjo einen festen Namen in der deutschen Rap-Szene gemacht. Zeit also, das Geschehene noch einmal zusammenzufassen und als große Rückschau, bestehend aus 60 Songs aus 14 Jahren, auf drei CDs auf den Markt zu bringen.

Doch vor der Vergangenheitsbewältigung steht erst einmal das Hier und Jetzt. Deshalb setzt Olli Banjo an den Anfang seiner Retrospektive vier brandneue Tracks, darunter die bitterböse Abrechnung „Warum ist Kanye West so scheiße?“, bevor es chronologisch wild durcheinander durch die Jahre geht. Dabei stapeln sich die verschiedenen Feature-Gäste in lichte Höhen, wenn sie im Verbund mit Olli Banjo „Hits & Raritäten“ durch die Speaker schicken, wobei der Begriff „Hits“ im Zusammenhang mit Olli Banjo nicht zwingend mit dem Abschneiden in den Charts gleichzusetzen ist. Hier hat der Szeneveteran im Vergleich zu anderen Rappern sicher noch etwas Nachholbedarf.

Schaut sich der Hörer die Gästeliste der vorliegenden 60 Tracks an, ist zumindest klar, dass Olli Banjo unter seinen Kollegen hochangesehen ist. Anders lässt sich diese Szene-Who-Is-Who-Aufstellung nicht erklären, zu der u.a. Curse, Kool Savas, Sido, Patrice, Marsimoto, Jonesmann, Moe Mitchell, K.I.Z., Harris, Azad, Megaloh, Laas Unltd, Die Firma, OK Kid, Sentino, Psaiko.Dino, Favorite und Yasha zählen. An diesen Kollabos lässt sich auch erkennen, dass Olli Banjo relativ vielseitig unterwegs ist – und zwar was seine Musik und seine Texte betrifft. Hier stehen politische Themen neben Nonsens und Old-School-Sounds neben modernen Dicke-Hose-Produktionen, aus denen sich eine bis heute sehr solide Karriere gespeist hat, der vielleicht noch der entscheidende „Bang!“ fehlt.

Anspieltipps:

  • Battlerap
  • Anarchie
  • Taxi, Taxi
  • Deutschland
  • Mehr Tränen
  • Ich betäube mich
  • Schritte vor der Tür
  • Immer wenn ich rhyme
  • Mädchen aus den Slums
  • Der Song der von nix handelt
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