The Game - Blood Moon: Year Of The Wolf - Cover
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The Game Blood Moon: Year Of The Wolf


  • Label: Ca$h Machine Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Blood Moon: Year Of The Wolf“ ist leider nicht „Da Real Nigga Shit“, auf den wir gewartet haben.

Westcoast-Gangsta-Rapper The Game (34) hat sein bisheriges Label Interscope Records verlassen und sein eigenes Label Blood Money Entertainment gegründet. Dieses hat das sechste offizielle Studioalbum von The Game, „Blood Moon: Year Of The Wolf“, an das US-Independent-Label Entertainment One Music lizenziert, das mit dem Rapper einen guten Fang gemacht hat. Denn mit bis jetzt mehr als 20 Millionen verkauften Tonträgern gehört Jayceon Terrell Taylor alias The Game zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Zunft. Zudem hat The Game eine eigene Reality-TV-Show auf dem Sender VH-1 und er tritt seit 2006 als Hollywood-Schauspieler in Erscheinung. Damit bietet er eine permanente Werbung für sich und seine Musik an, was besonders in der heutigen Zeit Gold wert ist.

„Blood Moon: Year Of The Wolf“ ist sicher auch ein Testballon für das angekündigte Sequel zu „The Documentary”, das im Jahr 2015 erscheinen soll. Und noch etwas ist dieses Album: Eine Spielwiese für Feature-Gäste wie 2 Chainz, Soulja Boy, T.I., Tyga, Young Jeezy, Lil Wayne, Chris Brown, French Montana und den deutschen Rapper Kollegah, der auf der deutschen Lizenzausgabe zu hören ist. Darüber hinaus präsentiert „Blood Moon: Year Of The Wolf“ die ersten von The Game gesignten Acts von Blood Money Entertainment. Wer The Game also lieber überwiegend solo rappen hören will, muss auf dieser Platte lange suchen.

Dabei ist der Solo-Auftakt mit „Bigger than me“ und dem Old-School-Tune „F.U.N.“ äußerst vielversprechend und ein gutes Beispiel für den charismatischen Rap-Style des Kaliforniers. Doch wie schon gesagt, The Game gibt es auf diesem Longplayer nur selten allein aufs Ohr. Deshalb verschiebt sich der Fokus das eine oder andere Mal auf die Performances von nicht minder berühmten Kollegen wie Chris Brown, Lil Wayne oder auch Young Jeezy. Und diese liefern nicht gerade die inspiriertesten Leistungen ab. Seifenblasen wie „F**k yo feelings“ mit einem in der Krise steckenden Lil Wayne oder die Label-Züchtung King Marie als Rihanna-Klon in „On one“ sind zum Beispiel alles andere als Real-Nigga-Shit.

Durch diesen Compilation-Charakter entwickelt sich „Blood Moon: Year Of The Wolf“ zu einer reichlich durchwachsenen Angelegenheit mit Licht und viel Schatten, bei der The Game immer dann am besten rüberkommt, wenn er das Heft weitgehend alleine in die Hand nimmt und nicht in Autotune-verseuchten Kollaborationen absäuft, bei denen solche Merkwürdigkeiten wie „Or nah“ (feat. Kollegah) herausgekommen sind. Bleibt nur zu hoffen, dass „The Documentary 2“ an alte Zeiten anknüpft und „Blood Moon: Year Of The Wolf“ wirklich nur ein getarnter Label-Sampler war.

Anspieltipps:

  • F.U.N.
  • The purge
  • Best head ever
  • Bigger than me
  • Married to the game
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