Anthony D´Amato - The Shipwreck From The Shore - Cover
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Anthony D´Amato The Shipwreck From The Shore


  • Label: New West Records
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was so schön beginnt, klingt schnell zu oft schön unauffällig.

Ein Mann hält Wort. Anthony D'Amatos mit Farbe beworfenes Gesicht verspricht Farbe und genau diese wird durch „The Shipwreck From The Shore“ vermittelt. In der Tradition von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros arbeitet D'Amato großteils mit akustischen Instrumenten und beflügelten Melodien. Mit treibenden Drums, Mundharmonika, Bläsern und Glockenspiel zaubert sich der Musiker einen optimistischen Garten aus aufbauenden Melodien. Treten Hörer hinter diesen fröhlichen Vorhang zeigen sich jedoch schnell kleinere Probleme.

Wer sich mit Sharpe und seinen Magneten auskennt, der weiß, dass die technischen Feinheiten hinter dem Gefühl der Musik anstehen. Der Gesang ist auch bei D'Amato auf keinen Fall ein Höhepunkt der jüngeren Musikgeschichte. Nicht wenigen Hörern wird der beinahe schon zurückgenommen wirkende, etwas hauchende Gesang ein wenig langweilig vorkommen. Genauso ist es jedoch ersichtlich, dass Lieder wie „Back Back Back“ für diesen Gesang geschrieben wurden. Selbst das soulige „Good And Ready“, welches von einer kräftigen Stimme profitieren könnte, schafft es abermals durch seine Melodie zu gefallen.

Sobald die besagten Melodien dann aber nicht auf den Punkt genau den Hörernerv treffen, verliert D'Amatos Musik an viel Qualität. „Hard To Say“ kocht den Opener „Was A Time“ halbgar auf und der Abschluss des Albums in Form von „Cold Comfort“ und „Calico, Alone“ verliert auch den Faden der bis dahin anschmiegsamen Balladen. Gerade die Schwächephase am Ende offenbart, dass D'Amatos Musik von Momenten lebt und nur selten auf ganzer Linie überzeugen kann. Hinter der meist gefälligen Fassade verbirgt sich auf „The Shipwreck From The Shore“ einfach noch nicht genug Substanz, um wirklich begeistern zu können.

Anspieltipps:

  • Was A Time
  • Back Back Back
  • Ludlow

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