The Datsuns - Deep Sleep - Cover
Große Ansicht

The Datsuns Deep Sleep


  • Label: V2/H'ART
  • Laufzeit: 35 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
9.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Sechstes Kapitel der Pflege des Hardrock-Gitarrensounds der 70er-Jahre. Neuseelands The Datsuns nur noch solide und kaum noch aufregend.

Auch als Band älter zu werden birgt Gefahren. Auf Neuseelands energetischen Exportschlager fiel nicht genug Scheinwerferlicht in den frühen Nullerjahren, obwohl aus ihrer Frühphase ihre beiden besten Alben, „The Datsuns“ und das von John Paul Jones produzierte „Outta Sight/Outta Mind“, stammen. Den Ruhm bekamen andere Garagen-Rock-Revival-Bands ab und so mussten The Datsuns, trotz konstanter Produktion und Auftrittswillen, andere Standbeine nebenbei erarbeiten. Mittlerweile ist einer von ihnen mietbarer Session-Drummer, ein anderer Squash-Trainer, Sänger Dolf de Borst Musikstudioinhaber und -verantwortlicher in Schweden, Leadgitarrist Christian Livingstone baut und verkauft Effektpedale für den dicken Rock'n'Roll-Sound.

The Datsuns sehen sich nicht mehr oft, kommt man zusammen, geht es zügig ab. Erfahrung genug haben sie für diese Vorgehensweise. Dennoch ist „Deep Sleep“ irgendwie anzuhören, wie hier alte Freunde kurz zusammenfinden, um alte Geister zu beschwören. Es rockt und fuzzt und wah-waht alles ein wenig langsamer, okay, man wird älter, aber auch weniger inspiriert. Dieser Rock holt einen nicht mehr so schnell ab wie etwa das furiose Speed-Monster „Outta Sight/Outta Mind“ oder der groovige Southern Boogie von „Death Rattle Boogie“.

Fast deplatziert wirken die paar Uptempo-Nummern wie „Looking Glass Lies“ oder „Shaky Mirrors“, gegen den dominanten, schwer tretenden Midtempo-Sound des Rests. Fazit: The Datsuns können zwar mehr, aber verlernt, solide zu rocken, haben sie freilich nicht.

Anspieltipps:

  • Bad Taste
  • Claw Machine
  • Creature Of The Week

Neue Kritiken im Genre „Rock“
7/10

Alles Fliesst
  • 2020    
Diskutiere über „The Datsuns“
comments powered by Disqus