Allo Darlin´ - We Come From The Same Place - Cover
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Allo Darlin´ We Come From The Same Place


  • Label: Fortuna Pop!/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Auffallen um jeden Preis und warum es manchmal besser ist, darauf zu verzichten

Indie-Pop. Eines der wohl vielschichtigsten Genres überhaupt. Ausgefeilte Songwriter-Perlen à la Belle And Sebastian zählen ebenso zu den Vertretern wie die ruhigen Anfänge von Coldplay oder die frühen Arcade Fire. Mit Allo Darlin finden wir uns leider am anderen Ende der Qualitätsskala wieder. Das hat Gründe.

An sich kann man „We Come From The Same Place“ gar nicht einmal so viel vorwerfen. Ruhiger Entspannungspop, zumeist getragen von klassischer Instrumentalisierung mit Gitarre und Drums. Tut nicht weh und regt nicht auf. Das Problem ist, dass sich Allo Darlin mit der Rolle der Hintergrundkapelle nicht zufrieden geben wollen und bisweilen mit allen Mitteln um die Aufmerksamkeit des Hörers buhlen. Dann werden sie laut, gehen aus sich raus. Beides zählt nicht zu den Stärken des Londoner Quartetts. So geraten Songs wie „Bright Eyes“ oder „Half Heart Necklace“ zum Ausdruck unspektakulärer Belanglosigkeit.

Dann doch lieber den fröhlich schunkelnden Opener „Heartbeat“, der auch dem grimmigsten Herbstmuffel zumindest ein kleines Lächeln entlocken sollte. Oder den ruhigen Schlusstrack „Another Year“, der klar die Gefilde aufzeigt, in denen sich die Band am wohlsten fühlt. Wann immer Allo Darlin die ruhige Schiene fahren und Songs wie „History Lessons“ abliefern, gewinnt ihre Musik an Qualität und beginnt eine wohlige Wärme auszustrahlen. Echte Perlen springen auch hierbei nicht heraus, für einen ungemütlichen Herbstabend taugt das aber allemal. Nur ein Buch sollte man nebenbei lesen, denn um als Hauptbeschäftigung zu taugen, ist „We Come From The Same Place“ deutlich zu eintönig und musikalisch uninteressant.

Anspieltipps:

  • Heartbeat
  • History Lessons

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