Brett Hunt - Dangerous Currents - Cover
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Brett Hunt Dangerous Currents


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein talentierter Australier und seine Gitarre.

Manchmal sind es die simplen Dinge, die Musik hörenswert machen. Wenn kein großes Tamtam hinter den Songs steckt, kein pompöses Songwriting und kein Major-Label. Wenn es die Geschichten und Metaphern hinter den Tracks sind, die für den Künstler bei der Produktion seines Albums wichtiger waren als alles andere.

Brett Hunt ist in Australien bereits ein gefeierter Star, im ganzen Land für seine Mischung aus Country, Blues und Gitarrenakustik geschätzt. 2009 nahm sich das deutsche Label Tonetoaster seiner an und veröffentlichte hierzulande seine Platte „Corrugated Road“. Seitdem ist Hunt auch in Europa unterwegs.

„Dangerous Currents“ ist Hunts drittes Studioalbum, auf den ersten Blick ein wenig stumpf mit einer recht stupiden „Baden verboten“-Metapher auf dem Cover, auf den zweiten ein interessantes zurückhaltendes Songwriter-Album, das vor allem von seinen Inhalten, weniger von seiner Musik dominiert wird. Da ist „Country“, ein Song über Heimat und Geborgenheit, den wohl kaum jemand besseres hätte schreiben können als Hunt, der selbst seit mehreren Jahrzehnten mit seiner Gitarre durch die Welt tingelt und sein Zuhause oft monatelang nicht zu Gesicht bekommt. Oder „Shimmer“, das Hunt selbst als einen „Song of change. Change of seasons, change of self“ zusammenfasst. Oder „Every Bit of lovin“, seine „celebration of human sexuality“.

Die musikalische Geschichte von „Dangerous Currents“ ist schnell erzählt: Jeder Song wird von Hunts Gitarre getragen, Mundharmonika, Keyboard oder Percussion werden eingestreut, wenn es der Stimmung der einzelnen Songs zuträglich ist. Abwechslungsreich ist das nicht, dennoch versteht es der Australier, durch seinen gefühlvollen Gesang die Atmosphäre der einzelnen Songs entsprechend zu vermitteln. Für den einen oder anderen Durchlauf gefällt das, auf Dauer fehlt es ein wenig an musikalischen Ideen.

Anspieltipps:

  • Shimmer
  • Rollin’ Tumblin’

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