The Brand New Heavies - Sweet Freaks - Cover
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The Brand New Heavies Sweet Freaks


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und noch immer nicht müde: Die Londoner Kultband mit neuem Album und neuer Stimme.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder bleibt in manchen Fällen die Zeit tatsächlich stehen oder The Brand New Heavies verstehen es einfach, mit der Zeit zu gehen. Die drei Musiker Andrew Levy (Bass), Jan Kincaid (Schlagzeug, Keyboard, Gesang) und Simon Bartholomew (Gitarre) sind der harte Kern der Band. Sie begannen ihre Karriere als Instrumental Act in der Londoner Clubszene der 80er-Jahre und konnten sich 1990 nicht nur in England richtig durchsetzen. Fast 25 Jahre später machen die drei immer noch erfolgreich zusammen Musik.

Mit an Bord und zwar direkt in der Frontreihe, eine neue weibliche Solostimme, getragen von Dawn Joseph. Die Sängerin war schon auf dem Vorgängeralbum „Forward” (2013) dabei, teilte sich die Gesangsaufgaben damals aber noch mit der Original Lead-Sängerin N’Dea Davenport, die vor allem für soulige Momente sorgte. Dass die weibliche Frontstimme bei den Brand New Heavies wechselt, ist jedoch nichts Neues. Zwischenzeitlich ersetzte Siedah Garrett, bekannt u.a. durch das Duett „I just can´t stop loving you“ mit Michael Jackson, die pausierende Davenport, nun ist es Joseph.

Und diese wiederum bringt ihren ganz eigenen Stil mit, der vor allem in den Liedern „In the name of love“ und „Get on“ zum Tragen kommt. Hinter der kräftigen und markanten Stimme steckt eine Powerfrau, die kaum besser zu den energiegeladenen Musikern passen könnte. Denn von ihrer Energie haben die Acid-Jazz-Legenden auch nach dieser langen Zeit im Musikbusiness nichts eingebüßt. Der Funk grüßt mit seinen Grooves wie eh und je - „Sweet Freaks“ setzt zudem auf für das Genre untypisch eingängige Melodien und mitreißende Rhythmen.

Die elf Titel stellen rasche Experimente dar, denn das Album ist von der ersten Idee bis zum in Eigenregie übernommen Mixing in nur fünf Monaten entstanden. Getreu dem Motto „je schneller, desto besser“ und das kommt auch in der Musik zum Tragen. Typische Tracks sind das festliche „Bring the rain“, das R&B Stück „‘95 Tonight“ und das fließende „You are the fire“. Nichts wirklich Neues in diesem Sinne, aber Beständigkeit darf durchaus auch positiv gewertet werden.

Anspieltipps:

  • Sledgehammer
  • Bring the rain
  • ’95 tonight
  • Get on

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