Macy Gray - The Way - Cover
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Macy Gray The Way


  • Label: Happy Mel Boopy Touring Co./Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

15 Jahre nach ihrem Debütalbum meldet sich eine in sich ruhende Macy Gray zurück.

Vom einstigen Glanz, als Natalie Renée Barry McIntyre alias Macy Gray (45) als neuer Stern am Soul- und R&B-Himmel gefeiert wurde, ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Dabei war die Amerikanerin mit ihrer ungewöhnlichen Art und der markant-rauen Gesangsstimme als Star geradezu prädestiniert. Doch nach den millionenfach verkauften ersten beiden Alben sank das Interesse an ihren Liedern rapide. Dafür tauchte Macy Gray umso häufiger in Kinofilmen wie „Spider-Man“, „The Crow“, „Training Day“ oder auch „The Paperboy“ auf. Dementsprechend liegt das letzte Album („The Sellout“) mit eigenen Songs mittlerweile vier Jahre zurück. Mit „The Way“ meldet sich der ehemalige Shootingstar nun zurück.

Drei Kinder großgezogen, den Drogen abgeschworen, 25 Millionen Platten verkauft. Das fördert ganz gewiss die Tiefenentspannung, welche die zehn Songs auf „The Way“ umgibt. Entstanden sind diese im Umfeld der Tournee zum 15-jährigen Jubiläums des „On How Life Is“-Albums aus dem Jahr 1999. Macy Gray bezeichnet die Songs als sehr persönlich. Aber welcher Künstler tut dies nicht? Titel wie „I miss the sex“, „Queen of the big hurt“, „First time“ und „Stoned“ lassen aber zumindest vermuten, dass es Macy Gray tatsächlich ernst meint.

„The Way“ ist ein Album ohne großes Tamtam und Anspruch auf Hits. Doch am Ende wird der Hörer beides nicht vermissen. Denn die entspannte Grundstimmung der Songs, die anno 2014 eine größere Nähe zur Popmusik als zu R&B oder Soul zeigen, steckt den geneigten Konsumenten auf Anhieb an. Angefangen bei dem sympathischen Krächzen in „Stoned“, über die bluesig-rockigen Gitarrenriffs in „Bang bang“ und die lockeren Rhythmen in „Hands“, bis hin zu melodieverliebten Balladen wie „First time“ und „Queen of the big hurt“ ist das achte Studioalbum von Macy Gray eine (im positiven Sinn) unaufdringliche Songsammlung, die niemandem wehtut, aber auch nicht zum großen Karriere-Turnaround für Macy Gray avancieren wird. Doch wer so entspannt ist wie die Amerikanerin, wird dies verschmerzen können.

Anspieltipps:

  • Life
  • Hands
  • Stoned
  • First time
  • Need you now
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