Jimi Hendrix - The Cry Of Love (Re-Release) - Cover
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Jimi Hendrix The Cry Of Love (Re-Release)


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das erste posthum veröffentlichte Jimi-Hendrix-Album bleibt auch das beste posthum veröffentlichte Jimi-Hendrix-Album.

Aus der jahrelangen und bis dato fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Sony Music und den Nachlassverwaltern von Gitarrengott Jimi Hendrix, gehen nach zuletzt zwei Album-Veröffentlichungen im vergangenen Jahr („People Hell And Angels“ sowie „Miami Pop Festival“), auch in diesem Jahr zwei weitere Releases an den Start. Mit diesen Longplayern wird die Geschichte nach Hendrix´ Tod wieder in gerade Bahnen gerückt.

Vor seinem Tod arbeitete Jimi Hendrix an zahlreichen neuen Songs, die als Doppelalbum unter dem Titel „First Rays Of The New Rising Sun“ erscheinen sollten. Dazu hatte er seine „Jimi Hendrix Experience“ neu gegründet, die nun aus Drummer Mitch Mitchell und Billy Cox (Bass) bestand. Dazu gaben sich diverse Gastmusiker wie zum Beispiel Buddy Miles, Steve Winwood, Buzzy Linhart oder auch Noel Redding in den frisch eröffneten Electric Lady Studios in New York City die Klinke in die Hand. Die Veröffentlichung von „First Rays Of The New Rising Sun“ in der ursprünglich geplanten Form fand allerdings nie statt. Erst im Jahr 1997 erschien ein Album gleichen Namens, das so zusammengestellt war, wie es Jimi Hendrix damals gemacht haben könnte. Nun ja... Neben kommerziellen Aspekten gehörte zu dieser Release-Politik wohl auch ein bisschen Hellseherei dazu.

Statt der Veröffentlichung als Doppelalbum, hatte Hendrix-Manager Michael Jeffery den Produzenten Eddie Kramer, Tontechniker John Jansen und Drummer Mitch Mitchell im Jahr 1971 beauftragt, aus „First Rays Of The New Rising Sun“ zwei getrennte Alben zu machen. Auch hier dürfte der kommerzielle Gedanke an erste Stelle gewesen sein. Und so entstanden mit „The Cry Of Love“ (02/1971) und „Rainbow Bridge“ (10/1971) die ersten posthumen Werke nach dem Tod von Jimi Hendrix am 18. September 1970.

Als „The Cry Of Love“ nur wenige Monate nach Hendrix‘ Tod auf den Markt kam, war es wie zu erwarten ein voller Erfolg. Und zwar aus künstlerischer, wie auch aus kommerzieller Sicht. Bis zum Tode des Gitarrenmeisters waren fünf der zehn „The Cry Of Love“-Track so gut wie fertiggestellt. Die Restarbeiten übernahmen Mitchell und Kramer, die aus dem Material das gemeinhin als „bestes posthum veröffentlichtes Hendrix-Album“ bekannte Werk zauberten. Dieses erscheint nun als Neuauflage mit dem Original-Coverartwork und den zehn Songs in der Originalreihenfolge angeordnet.

Die Tracks wurden von den Original-Bändern digital remastert und zeigen Jimi Hendrix in seiner ganzen stilistischen Pracht, mit scheinbar von Bob Dylan beeinflussten Tracks wie „My friend“, zu denen sich bluesige Balladen („Angel“) und groovige Midtempo-Stücke gesellen, die heutzutage ein gewisser Lenny Kravitz schon seit Jahren zu kopieren versucht („In from the storm“). Die Stücke sind ausnahmslos vom virtuosen Gitarrenspiel des Meisters durchzogen („Astro man“, „Freedom“) und ein gelungener Abschiedsgruß, der gar nicht als solcher gedacht war. Dagegen hatte der „Club 27“ aber scheinbar etwas einzuwenden.

Anspieltipps:

  • Angel
  • Ezy rider
  • Astro man
  • Night bird flying
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