Ice-T - Greatest Hits - Cover
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Ice-T Greatest Hits


  • Label: Sire/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Yo, Ice: Is Queens in da House? Is Brooklyn in da House? Is Bronx in da House?

Spätestens im Oktober eines jeden Jahres fängt sie von neuem an, die „Best Of”-, „Greatest Hits”-, „Live”- und Luxus-Box-Set-Zeit. Dann nämlich hieven die Plattenfirmen massenhaft, in der Regel total überflüssige Bild- und Tonträger in die Läden, um den naturgemäß vor Weihnachten locker sitzenden Konsumenten-Geldbeutel anzuzapfen. Und wenn es nur für ein fünf vor zwölf gekauftes Notgeschenk ist.

Für mehr als ein schnelles Notgeschenk taugt die mittlerweile sechste Hit-Sammlung eines gewissen Tracy Lauren Marrow, besser bekannt als Rapper Ice-T (56), ebenfalls nicht. 15 Tracks, allesamt aus Ice-Ts fünfjähriger Vertragszeit bei Sire Records, in der vier seiner bis dato acht Studioalben erschienen, werden darauf versammelt. Ganz frisch remastert, als Vorbote einer Re-Release-Serie der frühen Alben auf Vinyl. Aus diesen speist sich dann auch „Greatest Hits“: „Rhyme Pays“ (1987), „Power“ (1988), „The Iceberg / Freedom Of Speech... Just Watch What You Say!“ (1989) und „O.G. Original Gangster“ (1991).

Nach dem verfrühten Vertragsende mit Sire Records wegen des Skandals um den Song „Cop killer“, der dem Major-Sublabel so gar nicht in den Kram passte, machte Ice-T mit seinem eigenen Label Priority Records weiter, verlor aber zusehends an Relevanz und Bedeutung in der US-Gangsta-Rapszene, die sich Anfang/Mitte der 90er Jahre einer Häutung unterzog und neue Acts wie zum Beispiel 2Pac, Jay-Z, The Notorious B.I.G., Snoop Dogg, Nas und später Eminem und 50 Cent hervorbrachte. Nichtsdestotrotz ist der Name Ice-T unauslöschlich mit dem Rap der 80er Jahre verbunden, respektiert für seine frühen Alben.

Die fast schon unschuldig wirkenden Anfänge (wenn man nicht auf die Texte achtet) mit herrlichen Old-School-Tracks wie „6 ‘n the mornin‘“, „Make it funky“, „Somebody gotta do it (pimpin‘ ain’t easy!!!)“ oder auch „I’m your pusher“ sind aus heutiger Sicht vielleicht nur noch ein Schmunzeln wert. Doch so fing das Rap-Game schließlich einmal an! Kein Grund also, um zu meckern. Für Ice motherfuckin‘ Ts Hardcore-Fans stellt „Greatest Hits“ dennoch keinen Kaufgrund dar. Dem bekannten Material wurde kein neuer Bonustrack spendiert, es wird nur ein Bruchteil der Karriere abgedeckt und die Verpackung ist lieblos. An der coolen Old-School-Sause ändert das freilich nichts. Ya know what I’m sayin'?!

Anspieltipps:

  • Colors
  • Power
  • I’m your pusher
  • O.G. Original gangster
  • New Jack hustler (Nino’s theme)
  • Somebody gotta do it (pimpin’ ain’t easy!!!)
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