David Guetta - Listen - Cover
Große Ansicht

David Guetta Listen


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„I don't know where the lights are taking us, but something in the night is dangerous“. Ja, nee, is klar!

Emeli Sandé, The Script, John Legend, Sia., Nicki Minaj, Magic!, Birdy und Ryan Tedder (OneRepublic) sind nur einige der berühmten Namen, die sich auf dem neuen Album des Franzosen David Guetta (47) tummeln. Damit bleibt der DJ, der seine beiden letzten Werke „One Love“ (08/2009) und „Nothing But The Beat“ (08/2011) bis zum Erbrechen mit erweiterten Neuauflagen ausgeschlachtet hat, seiner Linie treu und füttert seine Anschläge auf die Hitparaden dieser Welt mit bekannten Stimmen aus dem aktuellen Pop-Geschehen.

Aus kommerzieller Sicht wird diese Taktik auch auf „Listen“, David Guettas inzwischen sechstem offiziellem Studioalbum, aufgehen. Darauf gibt es Brief und Siegel! Denn der Franzose und sein Team verstehen es wie keine zweiten, eingängige Popsongs für den Club und das Radio zu kreieren. Wenn diese dann auch noch von bekannten Stimmen gesungen werden, gibt es kein Halten mehr. Die Tanz-affine Hörerschaft bekommt mit Titeln wie „No money no love“, „Goodbye friend“ und „Bang my head“ potenzielle Dauerbrenner auf die Zwölf. Und keine Frage, Tracks wie „Lovers on the sun“ (feat. Sam Martin), „Lift me up“ und „Listen“ sind einfach gut gesungen, auch wenn die Beats und Rhythmen immerzu „Ballermann“ und „Autoscooter“ schreien und selbst John Legend einen Zuckerguss übergezogen bekommt.

Damit schliddert David Guetta wie gehabt zwischen Kunst (Wie bitte? Die Red.) und Kommerz, Partystimmung und auf den Sack gehen über das seifige Parkett des Dance-Pop. Dass dabei Features wie The Script und Sia. schnurstracks auf den Dancefloor geschleppt werden, ist ebenso kurios wie abstoßend. Trotzdem funktioniert die Sause. Zwar nicht unbedingt in den eigenen vier Wänden, aber im Club und im BMW Cabrio. Die Omas auf dem Gehsteig werden jedenfalls staunen, wenn ihnen von den dicken Bässen und der Autotune-Stimme von Nicki Minaj die Dauerwelle zurechtgerückt wird.

Fakt ist: David Guetta ist sich für keinen Effekt und keinen billigen Trick zu schade und ordnet seinem kommerziellen Trieb alles unter. Damit werden Clubgänger, die sich halb im Alkohol- und Pillen-Delirium befinden, glücklich gemacht und kindliche Pop-Hörer bespaßt, womit ein Album wie „Listen“ durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Jetzt schauen wir nur noch, wie viele Remix- und Deluxe-Ableger „Listen“ bekommen wird. Denn das ist scheinbar der Erfolgsmaßstab im Koordinatensystem eines David Guetta.

Anspieltipps:

  • Listen
  • Hey mama
  • Bang my head
  • No money no love
Neue Kritiken im Genre „Pop“
6/10

Little Dark Age
  • 2018    
Diskutiere über „David Guetta“
comments powered by Disqus