Suborned - From Space - Cover
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Suborned From Space


  • Label: Saol/H'ART
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Und wieder einmal beweist eine Band, dass Thrash Metal und weiblicher Gesang eine unsterbliche Liebe ist. Danke!

Wofür kennt man die Schweiz? Oh, die Liste wäre lang und die Antworten von hoher Qualität. Und musikalisch? Vielleicht Krokus, vielleicht Eluveitie, vielleicht Abinchova. Dass die Schweiz aber auch Thrash Metal können, beweisen Suborned, welche ihre Schoki bitter servieren und dafür sorgen, dass sie schwer im Magen liegen wird. Im Jahr 2010 wurde die Band gegründet und wie so oft dauerte es nicht lange, bis eine kleine, aber treue Fangemeinde ins Leben gerufen wurde. Die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf und als Vorband von Destruction, Vader oder Municipial Waste haben Lucie Werlen (Gesang), Valentin Mössinger (Gitarre), Raymond Weiberl (Bass) und Stefan Häberli (Schlagzeug) sicherlich eine Menge Erfahrung sammeln können. What's next? Natürlich das dementsprechende Studioalbum. „From Space“ heißt es und hat einen lustigen Schimpansen auf dem Cover, der eine Flagge mit Bandlogo stolz empor hält. Aber mal ganz langsam: So lustig geht es auf „From Space“ gar nicht mal zu. Im Gegenteil: Die Schweizer bombardieren mit unbändiger Härte.

Und mal wieder wird es klar: Thrash Metal ist eine Frauendomäne. Holy Moses oder Arch Enemy machten es vor und Suborned sind die jungen Wilden, die das Konzept gekonnt fortführen. Schön, dass die Frontfrau im Thrash Metal alles andere als eine Marketingentscheidung ist. Lucie Werlen ist eine waschechte Drecksau, die ihren männlichen Kollegen zeigen kann, wo der Hammer hängt. Zusammen mit ihren Mitstreitern entsteht ein Stück Thrash Metal, das sicherlich nicht von der Stange ist. Härte und Virtuosität gehen eine faszinierende Einheit ein und polieren in schönster Oldschool-Manier deine Fresse. Das zeigt sich schon direkt am Anfang mit „Hit It“, „From Space“ und „Sexolence“, in denen Suborned ordentlich die Sau rauslassen und gleichzeitig zeigen, dass sie an ihren Instrumenten einiges drauf haben. Der imaginäre Moshpit ist randvoll und wenn die Schweizer dann wirklich mal auf der Bühne stehen sollten, dürfte daraus schnell Realität werden. Auch danach lassen sich die vier Musiker nicht lumpen. „Hazardous Substance“, „Simply Darwin“, „Demon“ und „My Step“ sprechen gleichermaßen Hirn und Tanzbein an: Schön, dass Suborned „From Space“ nicht als pure Demonstration ihrer Härte aufgenommen haben, sondern bereit sind, ein verblüffendes Können zu zeigen. Die neun Kompositionen sind knüppelharte Fetzen und gleichermaßen interessant und ansprechend. Suborned wissen wie Thrash Metal funktioniert und zeigen es ihren Hörern.

Was kommt raus? Ein attraktives Thrash-Werk, welches nicht nur die alte Schule abfeiert, sondern auch modern ist und für alle Liebhaber der gepflegten Knüppelkunst ein gefundenes Fressen darstellt. Diese jungen Menschen sind schon jetzt an einem Punkt angelangt, den alteingesessene Acts lange ansteuern mussten. Egal, ob uns nun die Frontfrau Lucie unbarmherzig in die Lauscher bellt oder ihre drei Kollegen ihr Können unter Beweis stellen: Suborned sind ein Geheimtipp, den sich Thrasher nicht entgehen lassen sollten. Und dafür braucht es nicht mal den weiblichen Gesang, sondern gutes Songwriting, Groove, Spaß an der Sache und nicht zuletzt eine mehr als gesunde Härte. Suborned haben das alles und mit „From Space“ liefern sie ein Debüt ab, das sich wirklich gewaschen hat.

Anspieltipps:

  • Hit It
  • From Space
  • Hazardous Substance
  • Demon

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