Born From Pain - Dance With The Devil - Cover
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Born From Pain Dance With The Devil


  • Label: BDHW Records
  • Laufzeit: 31 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Genau so muss Hardcore Metal sein. Kurz, knackig, kompromisslos.

Kleine Abrissbirne gefällig? Dann lasse dich einladen von der niederländischen Hardcore-Metal-Truppe Born From Pain, die dieser Tage ihr siebtes Studioalbum präsentiert. Born From Pain zählen zu den wichtigsten Genre-Vertretern Europas und haben neben ihrer wohl aufsehenerregendsten Phase beim Label Metal Blade (im Vertrieb von Sony Music) schon schwere Zeiten hinter sich. Denn Line-up-Wechsel sind bei dieser Band so normal und häufig an der Tagesordnung, wie bei Otto Normalverbraucher der Wechsel der Unterhose.

Kein Wunder, dass von der im Jahr 1997 gegründeten Band mit Servé Olieslagers nur noch ein Gründungsmitglied verblieben ist. Und selbst jener Servé Olieslagers hatte zwischendurch seinen Hut genommen und ist erst seit Sommer 2012 wieder in der Band, die aktuell aus Rob Franssen (Gesang), Dominik Stammen (Gitarre), Servé Olieslagers (Gitarre), Pete Goerlitz (Bass) und Max van Winkelhof (Drums) besteht. Inzwischen haben die Niederländer einen Vertrag mit dem deutschen Kult-Label BDHW in der Tasche, das den 12-Tracker „Dance With The Devil“ auf die Menschheit loslässt.

Nach dem rein instrumentalen Intro „As above, so below“ lassen Born From Pain den Knüppel aus dem Sack, der sich metallischer denn je seinen Weg durch das Unterholz bahnt und alles wegsenst, was sich ihm in den Weg stellt. Dabei ist die Band weit davon entfernt, irgendwelchen übergroßen Genre-Kollegen aus den USA nachzueifern. Born From Pain haben längst ihren eigenen Stil gefunden und toben sich, eingebettet in eine überraschend fette Produktion, mit einem Dutzend nackenbrechenden Abrissbirnen in gerade einmal einer halben Stunde aus.

Genau so muss Hardcore Metal sein. Kurz, knackig, kompromisslos. Wer dagegen auf der Suche nach Originalität und progressivem Gefrickel ist, der ist mit Born From Pain und „Dance With The Devil“ komplett falsch gewickelt – und das ist auch gut so. Denn hier regieren Grooves, Riffs und beeindruckende Growls, die ihre Einflüsse gewiss aus den Bereichen des Death und Thrash Metal beziehen, von den Niederländern aber stilsicher in eigene Formen gegossen werden. Bei so vielen zweitklassigen Hardcore-Metal-Bands da draußen, eindeutig eine Wohltat!

Anspieltipps:

  • Nomad
  • Lone wolf
  • Eye in the sky
  • Dance with the devil
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