Eminem - ShadyXV - Cover
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Eminem ShadyXV


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 128 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Label-Sampler zum 15. Geburtstag von Eminems Shady Records.

Um es gleich vorweg zu sagen: „ShadyXV” ist kein neues Album von Rapper Eminem (42), sondern ein Label-Sampler von Shady Records, das im Jahr 1999 von Marshall Bruce Mathers III alias The Slim Shady alias Eminem und seinem Manager Paul Rosenberg gegründet wurde und heuer auf 15 Jahre Label-Geschichte zurückblicken kann. Indem aber einfach der Boss von Acts wie D12, Yelawolf, Slaughterhouse, Skylar Grey und Bad Meets Evil (= Royce da 5‘9" und Eminem himself) in der Vordergrund geschoben wird, bekommt der vorliegende Compilation-Longplayer etwas mehr kommerziellen Pfiff. Außerdem liefert Eminem allein fünf frische Solo-Tracks, einen neuen Song mit Bad Meets Evil und diverse Gemeinschaftsarbeiten mit seinen Label-Partnern ab. Da sind solche Kunstgriffe selbstverständlich erlaubt.

Mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Acts waren auf Shady Records nie gleichzeitig gesigned, auch wenn darunter Hochkaräter wie 50 Cent und mit Abstrichen Obie Trice waren. Zurzeit hat Shady Records ungefähr eine Handvoll Künstler unter Vertrag. Das ist nicht gerade die Welt. Trotzdem liefert „ShadyXV“ 29 Tracks auf zwei CDs ab, die sich in eine Disc mit brandneuem Material und einem weiteren Silberling mit den größten Hits aus 15 Jahren Label-Geschichte unterteilen.

Die Greatest Hits sind schnell erzählt. Unsterbliche Klassiker wie „In da club“, „I get money“, „Wanksta“ und „P.I.M.P.“ von 50 Cent, Eminems „Lose yourself“ (auch als Demo vertreten), D12s „Purple pills“, „My band“ und „Fight music“ sowie Tracks von Yelawolf, Obie Trice und Slaughterhouse ergeben 16 wohlbekannte Nummern, die der geneigte Hörer auch heute noch gerne vorgesetzt bekommt, aber für die er in Form eines einzelnen Albums höchstwahrscheinlich kein Geld ausgeben wird. Damit kommen wir auch schon zu dem Content, in den schon eher investiert wird.

Das wäre vor allem das erste neue Eminem-Material seit „The Marshall Mathers LP 2“ (11/2013), das sich über den gesamten ersten Silberling verteilt. Hier gibt es Eminems gewohnt genial-irrsinnige Raps in Tracks wie „Die alone“ und „ShadyXV“, aber auch poppige Titel wie „Guts over fear“, „Twisted“ und „Fine line“. Am bemerkenswertesten ist allerdings das hochatmosphärische „Psychopath killer“ von Slaughterhouse, Yelawolf und Eminem, das eindrucksvoll unter Beweis stellt, warum Anfang der Nullerjahre eine Generation junger Rapper steil durch die Decke ging. Wie schön wäre es doch, wenn sich dieses Schauspiel mit der aktuellen Rap-Generation wiederholen würde.

Anspieltipps:

  • Down
  • P.I.M.P.
  • In da club
  • Purple pills
  • Lose yourself
  • Psychopath killer
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