Coldplay - Ghost Stories Live 2014 - Cover
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Coldplay Ghost Stories Live 2014


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 143 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Weinende Wale Reloaded - Chris Martin leidet auch live auf eine Art und Weise, die nur echte Fans abfeiern können.

Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des sechsten Coldplay-Studio-Longplayers „Ghost Stories“ (05/2014), der zwar in allen wichtigen Charts der Erde bis auf Platz eins kam, kommerziell aber längst nicht so erfolgreich abschneiden wird wie seine Vorgänger, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, bekommt mit „Ghost Stores Live 2014“ nicht nur den obligatorischen Live-Ableger zur Seite gestellt, mit dem die Verkaufszahlen geschönt werden, sondern auch die konsequente Weiterführung des Studioalbums. Denn „Ghost Stores Live 2014“ enthält, wie der Titel bereits andeutet, das komplette Studiowerk in der Live-Fassung, aber darüber hinaus keinen Ton mehr. Wer also gehofft hatte, dass der von Chris Martins Trennungskummer geprägte Longplayer um ein paar der Gassenhauer aus den vergangenen Jahren erweitert würde, schaut in die Röhre.

„Ghost Stores Live 2014“ besteht aus einer CD, auf der Songs von den Shows in Los Angeles, New York, Köln, Paris, Sydney und London enthalten sind. Diese ergeben die exakte Reihenfolge des Studioalbums. Darüber hinaus enthält „Ghost Stores Live 2014“ eine DVD bzw. Blu-ray, auf welcher sich der gleichnamige Konzertfilm unter der Regie von Paul Dugdale befindet. Dieser filmte die Band im März 2014, zwei Monate vor der Veröffentlichung von „Ghost Stories“, in einem eigens dafür errichteten Amphitheater in Los Angeles vor ausgewähltem Publikum, die damit zu den ersten Fans gehörten, die die neuen Songs zu Gehör bekamen.

Auch wenn aus dem kompletten Coldplay-Live-Programm die neun Songs des „Ghost Stories“-Albums herauspickt und hintereinander geschnitten werden, ändert dies nichts an dem Eindruck, dass es sich bei diesem Werk aufgrund der permanenten Melancholie um ein eher „schwieriges“ Album handelt, das auch im Live-Umfeld Mühe hat, selbst wenn bei Titeln wie „Midnight“ und „Another’s arms“ anhand optischer Mittel wie einer farbenfrohen Light- und Laser-Show nachgeholfen werden kann. Nichtsdestotrotz ist und bleibt auch die Live-Version von „Ghost Stories“ kein zündendes Ereignis, weil sie sich gar nicht so weit von der Studioversion wegbewegen kann, um einen Unterschied zu machen. Fazit: Wer Chris Martins Gesang zur Veröffentlichung von „Ghost Stories“ damals mit einem weinenden Wal verglichen hatte – er hat immer noch Recht!

Anspieltipps:

• Ink
• Midnight
• Another’s arms
• A sky full of stars

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