Natas Loves You - The 8th Continent - Cover
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Natas Loves You The 8th Continent


  • Label: Wagram/INDIGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine internationale Gruppe lässt die Wahlheimat Frankreich ganz weit hinter sich und macht sich mit einem eigenen Sound auf, die Welt zu erobern.

Nur genau ein einziges Mal wissen Natas Loves You auf ihrem Debüt nicht vollends zu überzeugen. Und dabei handelt es sich ausgerechnet um den Titeltrack, der auch einen ziemlich wirren Closer abgibt. Einige werden sich an das famose „Source Tags And Codes“ erinnert fühlen, auf welchem der Titeltrack zwar nicht die schwächste, aber irgendwie die unscheinbarste Nummer war. Repetitiv und mit einem gewollt künstlerischen Piano-Solo verabschiedet sich „The 8th Continent“ auf eine Weise, die dem restlichen Album schlichtweg nicht gerecht wird. Zwar bleibt auch der Titeltrack im Kopf und stellt überdurchschnittlichen, frischen Pop dar, doch die Leckerbissen komprimieren ihre Individualität geschickter.

Eine Menge unbekannter Bandnamen schwirren nach gut 50 Sekunden des Albums durch den Raum, wenn Natas Loves You das Möchtegern-Gehabe mit dem Piano sein lassen und modern klingenden, sphärischen Pop präsentieren. Da klingen Töne von Mañana und The Radio Dept. an, wenn sich Natas Loves You zwischen esoterischem und Großstadt-Pop vergnügen. Der starke Grundklang wird dabei dann auch nicht für allzu verrückte Experimente missbraucht, sondern für astreinen Pop genutzt. „Got To Belong“, „Skip Stones“ und „Go Or Linger“ müssen sich nicht schämen, dass sie im Radio für Begeisterung sorgen können. Schließlich gelangen sie mit einem solchen Sound über Festivals und durchgehend unterhaltene Massen dorthin.

Mit dem entspannten „Sirens“ und dem geheimnisvollen „Amazon“ weicht das Album immer wieder von einer allzu stringenten Art ab, sodass auch progressivere Pop-Fans keine Enttäuschung erleben werden. Natas Loves You schaffen es, die Spannung über die guten 40 Minuten hinweg hochzuhalten. Dabei machen sie diese leider viel zu seltene Sorte Musik, die gleich beim ersten Mal zündet und dank der vielen Elemente beim Wiederhören noch einige Zeit etwas zum Entdecken bietet. Da darf der Februar versuchen noch so grau zu sein. Den Lichtblick namens „The 8th Continent“ kann er nicht schmälern.

Anspieltipps:

  • Got To Belong
  • Sirens
  • Amazon

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