Tom Fuller Band - Freedom - Cover
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Tom Fuller Band Freedom


  • Label: India/Rough Trade
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ach wärst du doch im Bierzelt geblieben, lieber Tom Fuller.

Die Tom Fuller Band aus Chicago gibt sich zum vierten Mal auf Albumlänge die Ehre. Die Band um den rothaarigen Sänger und Gitarristen, der sich und seine Musik irgendwo zwischen Bruce Springsteen, Paul McCartney und Bon Jovi angesiedelt sieht, hat an „Freedom“ ein halbes Jahr lang mit seiner Band, bestehend aus Ryan Veitch (Keyboards), John Lewis (Gitarre), Joel Masters (Bass) und Jordan Kozer (Drums), gearbeitet und das Werk anschließend ganz stilecht in den Abbey Road Studios in London abmischen lassen.

Dass Tom Fuller ein großer Fan der genannten Künstler ist, kann der Hörer in den elf neuen Stücken durchaus spüren, an die Qualität der Herren McCartney, Bon Jovi und Springsteen reichen Fuller und seine Musiker dennoch zu keiner Zeit heran. Dazu sind ihre Kompositionen und allem voran die musikalische Umsetzung zu altbacken. Wenn der Pressewaschzettel allerdings allen Ernstes Vergleiche zu den großen Rockballaden von Guns N´ Roses zieht („Freedom“), die Beatles heraushört („Roller coaster free fall“) und auch sonst um keine Übertreibung verlegen ist, wird es richtig ärgerlich.

Verweise in Richtung The Hollies und Kinks („1+1“), Badfinger („Lonely man“), Tom Petty („Bring me down“), Cheap Trick („Fat boy”), Wilco („Sweet dreams”), Joe Jackson („Jurisdiction”) – heiliges Kanonenrohr! Hier war irgendjemandem aber auch kein Fettnäpfchen zu tief, um mit diebischer Wonne hineinzuhüpfen. Warum? Die Tom Fuller Band wäre als Coverband sicher eine tolle Nummer. Da sich die Band aber dazu entschieden hat, eigene Nummern zu schreiben, die noch nicht mal ansatzweise gegen die Songs ihrer großen und vielzitierten Vorbilder anstinken können, hat irgendwer ein Problem: Entweder die Tom Fuller Band oder der geneigte Hörer, der nicht wirklich weiß, was er mit diesen absolut unscheinbaren Liedern anfangen soll, die in ihren besten Momenten immer ein bisschen klingen wie (........... hier bitte den Künstler Ihrer Wahl eintragen).

Anspieltipps:

  • Fat boy
  • Lonely man
  • Bring me down
  • I will always think about you
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