Rainbow - The Polydor Years - Cover
Große Ansicht

Rainbow The Polydor Years


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 330 Minuten
Artikel teilen:
9.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das (fast) komplette Schaffen der Legende im hochwertigen Vinyl-Gewand. Die hier gebotene Qualität rechtfertigt den hohen Preis ohne Frage.

Rainbow: ein Wegbereiter, eine Inspiration, eine Legende. So viel wurde in den vergangenen Jahrzehnten bereits über Rainbow gesagt und geschrieben, doch Worte alleine können anscheinend nicht ausdrücken, wie gewichtig das musikalische Schaffen der amerikanisch-britischen (Hass-)Liebe überhaupt ausfällt. Egal, ob nun Ritchie Blackmore, Joe Lynn Turner oder Ronnie James Dio - vom Exzentriker über feste Instanzen in der Szene bis hin zum wichtigsten Heiligen einer Musikkultur ist bei Rainbow alles drin und alles hat irgendwie bei Rainbow seinen Anfang gefunden. Nicht bei Deep Purple und auch nicht bei Black Sabbath. Diese Band etablierte Stilmerkmale, erfand und prägte Genres im Vorbeigehen und lieferte besonders in den ersten Jahren eine Serie von Klassikern ab, welche in einer solchen Form eben nur von einem absoluten Genrehelden abgeliefert werden kann. Kurz und knapp: Die Musik Rainbows lebt, sie ist heute genauso gut wie damals und jeder Jungspund, der angefangen hat, Metal zu hören, und diese Band nicht kennt, kann direkt wieder zu den Bravo Hits zurück. Das muss einmal gesagt werden!

Dabei ist es heute einfacher denn je, sich schlau zu machen. „The Polydor Years“ ist dafür bestens geeignet. Der Sammler bekommt eine absolut hochwertige Kompilation der via Polydor veröffentlichten Hauptalben Rainbows. Dabei sind unsterbliche, wichtige Werke wie „Ritchie Blackmore’s Rainbow“ (1975), „Long Live Rock’n'Roll “ (1978), die Live-Koryphäe „On Stage“ (1977) und ganz besonders der Überklassiker „Rising“ (1976). Musikalisch sind es definitiv die Dio-Jahre, welche „The Polydor Years“ wertvoll sowie empfehlenswert machen und neben dem Sammelwert ein höchst qualitatives Stück Musikgeschichte bieten. Das vom Gesang dominierte „Spätwerk“ bzw. der Nachfolger des klassischen Line-up ist weniger essentiell, genießt jedoch unter Fans ein zum Teil hohes Ansehen. Sowohl „Difficult To Cure“ (1981), „Straight Between The Eyes“ (1982), „Bent Out Of Shape“ (1983) mit Joe Lynn Turner am Mikro, als auch das von Graham Bonnet eingesungene „Down To Earth“ (1979) sind auf „The Polydor Years“ enthalten und mehr als nur ein Anspielen wert. Alle Alben werden dabei in einer 12'-Vinylausgabe angeboten, welche in einem hochwertigen und stabilen Pappschuber ihren Platz finden.

Bild

Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Fehlen des Albums „Stranger In Us All“ (1995) es vereitelt, sich eine komplette Diskographie anzulegen. Der Name ist dabei Programm: „Stranger In Us All“ erschien als Abschied bei Sony Music und ist dementsprechend kein Teil des Polydor-Portfolios. Beinharte Fans und Sammler werden sich daran eventuell stoßen - Neulinge, welche immer wieder von der Wichtigkeit der Band Rainbow gehört haben, bisher aber keine Möglichkeit fanden, das musikalische Schaffen kennen zu lernen, bekommen hier eine Möglichkeit, die vielleicht ein wenig kostspielig sein mag, aber dafür auch einen exzellenten Mehrwert bietet und die Zeitlosigkeit der Musik Rainbows in einem edlen Gewand abrundet. Zusätzlich erhält jede Ausgabe einen Coupon mit Downloadcode, um sich das Material auch als MP3 runterzuladen. Fazit: Eine dicke, dicke Empfehlung für Sammler, Musikliebhaber und Fans einer einzigartigen Band. Auch wenn das Box-Set verdächtigerweise in der Weihnachtszeit erscheint, wird hier zur Abwechslung mal nicht abgezockt.

Anspieltipps:

  • Man On The Silver Mountain (Rainbow)
  • Catch The Rainbow (Rainbow)
  • Stargazer (Rising)
  • A Light In The Black (Rising)
  • Man On The Silver Mountain/Blues/Starstruck (On Stage)
  • Gates Of Babylon (Long Live Rock'n'Roll)
  • Rainbow Eyes (Long Live Rock'n'Roll)
  • Eyes Of The World (Down To Earth)
  • No Release (Difficult To Cure)
  • Eyes Of Fire (Straight Between The Eyes)
  • Drinking With The Devil (Bent Out Of Shape)

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

Snakes & Ladders
  • 2017    
Diskutiere über „Rainbow“
comments powered by Disqus