Sasha - The One - Cover
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Sasha The One


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das gemessen an der Gesamtlaufzeit, an purem Durchschnitt krankt.

Fünf Jahre nach seinem letzten Album „Good News On A Bad Day” (02/2009) meldet sich Sascha Schmitz (42) mit einem neuen Werk auf der Pop-Bühne zurück. „The One“ ist sein sechster Studio-Longplayer, der in Hamburg, Berlin, London und Los Angeles entstand. An den 12 Songs arbeitete Sasha unter anderem mit seinem Kumpel Robin Grubert sowie Ali Zuckowski, Stefan Skarbek, Justin Balk und Peter Seifert, mit dem Ziel, ein „international verständliches Popalbum“ abzuliefern, das längst nicht nur für den deutschsprachigen Markt tauglich sein soll.

Popmusik von internationalem Format zu schreiben, ist der Wunsch und das Ziel vieler Künstler. Schaut man sich die Sasha-Hits der Vergangenheit an, lässt sich durchaus zu dem Schluss kommen, dass der 42-Jährige dieses Ziel schon längst erreicht hat. Doch irgendwie scheint dem Wahl-Hamburger nach eigener Ansicht noch etwas auf dem Weg dorthin zu fehlen. Aus der Rolle des Schmusesängers wird er dennoch nicht herauskommen. Das zeigt „The One“ allein mit Songtiteln wie „Mad love“, „Working for love“ und „Can’t quit loving you“ recht deutlich. Dass Sasha aber nicht mehr der Teenie-Popper der 90er Jahre ist, belegen seine neuen Songs ebenfalls. Und doch verkörpert der Sänger auch auf „The One“ zu häufig den Balladen-Onkel.

Dabei ist insbesondere der Albumauftakt sehr gelungen. Titel wie das groovende „Enjoy the ride“ und die modern und radiotauglich arrangierten „Good days“ und „Mad love“ könnten auch von Olly Murs oder einer erwachsenen Boygroup wie Take That stammen. Doch über den kleinen Reggae-Schunkler „Rock within the breakers“ geht es auch schon ab in die Schmuseecke („Sleeping with the lights on“, „Can´t quit loving you“, „Silver linings“), aus der der Hörer nur noch in Form von Standardfüllware wie „A girl like you“ und „Working for love“ sowie reichlich merkwürdigen Songs wie „Me and my gorilla“ und „Skyline“ entkommen kann.

So verwässert der anfängliche gute Eindruck Stück für Stück, bis das finale Titelstück mit aberwitziger Falsettstimme irgendwo zwischen Prince und den Bee Gees endgültig das Licht ausmacht und damit ein Comeback-Album beschließt, das - gemessen an der Gesamtlaufzeit - an purem Durchschnitt krankt.

Anspieltipps:

  • Mad love
  • Good days
  • Enjoy the ride
  • Sleeping with the lights on
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