Trailhead - Leave Me To Learn - Cover
Große Ansicht

Trailhead Leave Me To Learn


  • Label: Timezone Records
  • Laufzeit: 58 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
8.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Melancholische Folk-Songs in authentischen US-Klanggewändern.

Nach vier zwischen 1998 und 2006 im Eigenvertrieb auf den Markt gebrachten Alben, legt der Berliner Songwriter Tobias Panwitz (38) alias Trailhead mit „Leave Me To Learn” seinen mittlerweile dritten regulär veröffentlichten Longplayer vor. Damit kann der quer durch die Welt gereiste Sänger, Songschreiber und Produzent, der seine deutsche Heimat aber nie aus den Augen gelassen hat, einen stattlichen Backkatalog vorweisen, der stilistisch in den Bereichen Americana, Country und Folk angesiedelt ist.

Verstärkt um Paul B. Keeves (Bass) und Henry Grant (Drums) hat Tobias Panwitz für „Leave Me To Learn” nun 13 neue Stücke eingespielt, die sich mit weitgehend entspannten Klängen und persönlichen Texten in ur-amerikanischen Musikgefilden ausleben. Seine Zeit in den USA hat Panwitz für sein Songwriting aufgesogen und authentisch umgesetzt. Dass hier kein Amerikaner am Werk ist, fällt jedenfalls nicht auf.

Als Multiinstrumentalist bedient sich Tobias Panwitz dabei fast an der gesamten Palette, der für solch ein Album erwarteten Instrumente und ist mit Mandoline, Keyboard, Gitarre, Piano, Mundharmonika, Akkordeon und Tambourine zu hören. Das ist sicher beeindruckend, aber weder in Sachen Songwriting noch in Sachen Sound vergleichbar mit den im Pressewaschzettel genannten Koordinaten Tom Petty, Bob Dylan, Neil Young, Jackson Browne oder Crowded House. Dazu ist der Stil von Trailhead viel zu speziell und weit weniger auf eingängige Stücke angelegt, wie bei den genannten Kollegen.

Damit wäre auch das kleine Manko von „Leave Me To Learn” erklärt. Denn in ihrem Klangbett aus Sehnsucht, Melancholie und Rastlosigkeit, mäandern die Songs bei einer Spielzeit von immerhin fast einer Stunde etwas zu sehr in ruhigen und bedächtigen Gewässern, was durchaus in die Herbst- und Winterzeit passt, aber auch einschläfernd wirkt. Und das ist, auch wenn das Konzept des Longplayers diesen stetigen Ruhepol scheinbar verlangt, auf Dauer unbefriedigend.

Anspieltipps:

  • Out in the open
  • Changing seasons
  • My mothers father
  • When I come home again

Neue Kritiken im Genre „Folk“
10/10

The Band (50th Anniversary Edition)
  • 2019    
Diskutiere über „Trailhead“
comments powered by Disqus