Jennifer Rostock - Kaleidoskop EP - Cover
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Jennifer Rostock Kaleidoskop EP


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 12 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine kleine Dreingabe für Konzertbesucher und Alles-Haben-Müsser.

Das nennt man Dienst am Fan: Die Band Jennifer Rostock hat sich für die Besucher ihrer 2014er „Schlaflos“-Herbsttournee eine nette Sache ausgedacht: Eine exklusive 4-Track-EP, die nur auf den Konzerten verkauft wird und neben dem üblichen Merchandise eine kostengünstige Erweiterung des weiterhin aktuellen „Schlaflos“-Longplayers (01/2014) darstellt.

Da aber längst nicht jeder Fan zu einem der Konzerte kommen konnte, war die auf den Namen „Kaleidoskop“ getaufte EP im Shop der Band vorbestellbar und rechtzeitig zum Ende der 18 Konzerte umfassenden Tournee auch für Nicht-Konzertgänger in physischer Form erhältlich. Wem die Songs dagegen als Download genügen, der kann diese auf den regulären Online-Plattformen beziehen.

„Kaleidoskop“ bietet mit dem Titellied einen der härtesten Jennifer-Rostock-Songs ever. Die Band nimmt darin keine Rücksicht auf Radioeinsätze und Allgemeinverträglichkeit, sondern pulverisiert im Duett mit Sänger Nico Webers von War From A Harlots Mouth den letzten Rest Pop aus ihrem Sound und biegt damit in Richtung Hardcore-Punk ab. Auch „Schlag Alarm“ geht nicht sonderlich zimperlich mit dem Hörer um, wobei hier deutlicher eine Melodie zutage tritt. Diese wird allerdings von dem angsteinflößenden Gebrülle von Jennifer Weist ziemlich malträtiert.

„Kein Sommer“ und „Schlaflos Pt. 2“ sind das komplette Gegenteil der ersten beiden Stücke und wesentlich eindeutiger in der Popmusik verortet. „Kein Sommer“ besitzt dezente Ska-Anleihen und „Schlaflos Pt. 2“ kommt als sanfte Pianoballade daher. Das unterstreicht die Vielseitigkeit der fünfköpfigen Band, die mit Kaleidoskop Musik nun auch ihr eigenes Label am Start hat, was ein Hinweis auf eine stärkere Emanzipation von ihrem Majorlabel-Partner sein könnte.

Anspieltipps:

  • Kaleidoskop
  • Schlag Alarm
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