Papa Roach - F.E.A.R. - Cover
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Papa Roach F.E.A.R.


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Amerikaner melden sich mit ihrem mittlerweile achten Studioalbum zurück.

15 Jahre ist es her, dass Papa Roach mit ihrem Debüt „Infest“ die Herzen von Rockfans weltweit erobert haben. Einerseits ein Glücksfall für Jacoby Shaddix (Gesang), Jerry Horton (Gitarre), Tobin Esperance (Bass) und Tony Palermo (Schlagzeug), markierte es doch den Beginn ihrer Karriere. Doch andererseits auch eine Bürde, denn die Band konnte den Erfolg von „Infest“ seitdem nicht nochmal erreichen. Mit ihrem achten Studioalbum „F.E.A.R.“ (das Best-of „To Be Loved“ nicht mitgerechnet) unternehmen die Jungs nun einen neuen Versuch. Diesmal wurden sie dabei von dem Vater-Sohn-Produzentenduo Kevin und Kane Churko (Five Finger Death Punch, In This Moment) unterstützt.

Vorab wurde die Single „Face Everything And Rise“ veröffentlicht, die den Sound von „The Connection“ weiterführt. Ordentliche Gitarrenriffs, Bass, Schlagzeug und der typische Gesang von Jacoby dominieren, dazu kommen leichte elektronische Klänge. Ähnlich wie schon auf „The Connection“ bleiben diese allerdings auf dem ganzen Album im Hintergrund und fallen teilweise sogar nur beim konzentrierten Zuhören auf. Nach zwei durchschnittlichen Rocksongs folgt mit „Falling Apart“ ein weiteres Highlight, das den poppigeren Mittelteil einleitet. Im Song sind zwar die klassischen Instrumente einer Rockband zu hören, trotzdem könnte er locker in einem großen Radiosender in Dauerschleife laufen.

Das gilt auch für „Love Me Till It Hurts“, einer Rockballade, die vor allem durch den Schlagzeugbeat vorangetrieben wird. „Gravity“ fällt hingegen ein bisschen aus dem Rahmen. Für den Song haben sich die Jungs nämlich mit Maria Brink von der Metal-Band In This Moment eine weibliche Gaststimme dazu geholt. Der Song hebt sich nicht nur deshalb von dem Rest ab, sondern auch durch Jacoby Shaddix‘ Sprechgesang in der Strophe, der an die Anfänge der Band erinnert. Mit „War Over Me“ gibt es dann nochmal ein echtes Glanzstück, das in der Strophe zurückhaltend klingt und vom Bass getragen wird, im Refrain dann aber ordentlich losrockt. Danach geht es zwar energiegeladen weiter, leider sind die restlichen vier Songs jedoch nicht viel mehr als Durchschnitt.

Insgesamt klingen Papa Roach auf „F.E.A.R.“ eine kleine Spur poppiger als noch auf „The Connection“. Das heißt aber nicht, dass das Album schlecht ist, denn dafür ist die Band zu routiniert. Ein paar starke Titel finden sich definitiv auf der Scheibe, ergänzt durch einige Durchschnittssongs. Rockfans können mit der Scheibe absolut nichts falsch machen.

Anspieltipps:

  • Face Everything And Rise
  • Falling Apart
  • War Over Me
  • Love Me Till It Hurts

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