Kontra K - Aus Dem Schatten Ins Licht - Cover
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Kontra K Aus Dem Schatten Ins Licht


  • Label: Four Music/Sony Music
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Majordebüt des Berliner Rappers, das das Privileg einer Top-Produktion genießt.

Mit „Aus dem Schatten ins Licht” veröffentlicht der Berliner Rapper Kontra K (27) sein Major-Debütalbum über Four Music, nachdem er in den vergangenen vier Jahren mit zahlreichen Indie-Alben und Mixtapes aufgefallen war. Kontra K zählt zwar zur Garde der Straßenrapper mit einem entsprechenden sozialen Hintergrund, doch auch hier hat eine neue, jüngere Generation für einen erheblichen Wandel im Sound und in der Stilistik gesorgt. Dadurch ist ein Rapper wie Kontra K, der in den letzten Jahren eigentlich einem ganz normalen geregelten (beruflichen) Alltag nachging, auf einmal ein Thema für die Majorindustrie und Musik nimmt wieder den ersten Platz im Leben des Kontra K ein.

Wie schon bei seiner ersten EP „Wölfe“ (07/2014) für Four Music, vertraute Kontra K bei der Arbeit an „Aus dem Schatten ins Licht” wieder auf das Produzenten-Team Dirty Dasmo (Kollegah, Die Orsons, Marteria, Kitty Kat) und Matthias Mania (Moby, Olly Murs, Max Mutzke, Johannes Oerding). Mit dieser künstlerischen Mischung an den Reglern signalisiert Kontra K, dass er sowohl für Rap-Puristen, als auch für die Pop-Charts ein Kandidat ist. So ist ein Titel wie „Atme den Regen“ im Prinzip purer Pop, über den gerappt und nicht gesungen wird. Spätestens seit Casper und Cro wissen wir, wie erfolgreich dies sein kann.

Ein anderes Beispiel für den jungen HipHop-Sound ist der Song „Kampfgeist 2“, in dem düstere Gitarren- und Bassklänge die fetten Beats unterstützen. An anderer Stelle laufen balladesk-nachdenkliche Stücke wie „Karma“, Träume“ und „Mein Herz“ sowie atmosphärische Großtaten wie „Eiskalt“ (im Duett mit Daniel Spencer) angriffslustigen Tracks wie „Spring!“ mit seinen aggressiven E-Gitarren und bitterbösen Tiraden wie „Hassen ist leicht“ den Rang ab. Dazu gibt es offen ausgesprochene Liebeserklärungen an das eigene Überleben („Hassliebe“) und gesellschaftskritische Beobachtungen, die erneut in poppige Gewänder gehüllt wurden („Augen zu“).

Fazit: Mit „Aus dem Schatten ins Licht” legt Kontra K ein würdiges Majordebüt vor, das den Segen und das Privileg einer teuren Produktion genießt. Denn nur so ließ sich Kontras Straßenrap auf ein Level heben, das ihn auch für Pop-Hörer interessant macht, ohne dass die DePeKa-Wurzeln verleugnet werden.

Anspieltipps:

  • Karma
  • Träume
  • Mein Herz
  • Kampfgeist 2
  • Atme den Regen
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