JD McPherson - Let The Good Times Roll - Cover
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JD McPherson Let The Good Times Roll


  • Label: Rounder/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Spätestens jetzt steht der Name McPherson für Qualität.

Es gibt nur eine gravierende Kritik an JD McPhersons neuer Scheibe. Das famose Auftaktmaterial kann er „nur“ über die halbe Spieldauer halten. Dieses Wörtchen „nur“ ist jedoch als höchste Auszeichnung zu verstehen und auch danach ist der althergebrachte Rock 'N Roller schlichtweg zu sicher in seinen Gefilden, um schlechte Musik zu machen. „Let The Good Times Roll“ verschießt das Pulver gewissermaßen zu schnell, was jedoch nicht vergessen lässt, dass McPherson hier das erste Mal an ganz großer Klasse kratzt.

Rockabilly, Soul, Blues und viele weitere Attribute macht sich der Mann weiterhin scheinbar mühelos zu Eigen und bringt den Gospel in „Bossy“ genauso überzeugend zum Leben wie den Soul in „It's All Over But The Shouting“. Zu diesem Zeitpunkt hat die LP den Hörer jedoch sowieso schon in ihren Bann gezogen. Zu gut ist der schlichte Tanzflächenfeger in Gestalt des Titeltracks zum Auftakt. „Let The Good Times Roll“ ist eine dieser Nummern, die nach dem ersten Durchlauf einen Platz in der Heavy Rotation sicher haben.

Viel glücklicher können Rockabillys nicht werden, wenn dieser Song und auch ein „It Shook Me Up“ in klassischer Manier für Bewegung sorgen. McPherson weiß genau wie er klingen will und kann, und macht daraus simple und unglaublich eingängige Melodien. Dass es überhaupt auffällt, dass ein „Head Over Heels“ und überhaupt das Album mit und nach „You Must Have Met Little Caroline“ an Schwung verliert, liegt in erster Linie an der überragenden Qualität der ersten Hälfte.

Viele Musiker sehnen sich immer noch nach der Qualität der Prärie-Hymne „Precious“ und auch dem soliden „Mother Of Lies“. Dies sind jedoch nicht die Gründe, warum der Hörer für dieses Album zurückkehrt. Besonders Kenner des Vorgängers „Signs & Signifiers“ werden „Let The Good Times Roll“ mit offenen Armen als den deutlichen Schritt nach vorne empfangen, den die erste Hälfte dieses Albums darstellt. Dies könnten wirklich gute Zeiten für McPherson sein und dass sie weitergehen, ist ihm nur zu wünschen.

Anspieltipps:

  • Let The Good Times Roll
  • Bossy
  • It's All Over But The Shouting

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